SoftBank setzt beim Thema Künstliche Intelligenz auf Größe. Der Konzern beteiligt sich an einer neuen Finanzierungsrunde von OpenAI über 110 Milliarden US-Dollar und sagt dafür 30 Milliarden Dollar zu. Doch was steckt hinter den Bedingungen und dem Zeitplan dieses Deals?

Bewertung, Volumen und Mitinvestoren

OpenAI beziffert die neue Runde auf 110 Milliarden Dollar. Laut Berichten liegt die Bewertung vor der Kapitalerhöhung („pre-money“) bei 730 Milliarden Dollar. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber den 500 Milliarden Dollar, die im Oktober 2025 genannt wurden.

Neben SoftBank sollen auch Amazon mit 50 Milliarden Dollar und Nvidia mit 30 Milliarden Dollar in der Runde dabei sein. Offiziell abgeschlossen ist die Finanzierung laut den Berichten noch nicht.

Auszahlung in Etappen – und an Bedingungen geknüpft

SoftBank will die zugesagten 30 Milliarden Dollar nicht auf einmal überweisen. Die Zahlung soll in drei Tranchen erfolgen, der Start ist für April vorgesehen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?

Auffällig: Bei den Co-Investoren ist das Geld an operative Vorgaben gekoppelt. Amazons Zusage soll daran gebunden sein, dass OpenAI 2 Gigawatt an Trainium-KI-Chips nutzt. Zusätzlich bestätigt CNBC, dass OpenAI in den nächsten acht Jahren 100 Milliarden Dollar für Amazon Web Services ausgeben will – als Erweiterung eines früheren 38-Milliarden-Dollar-Abkommens. Auch Nvidias Beitrag soll mit dem Einsatz von 5 Gigawatt an „Vera Rubin“-Systemen verknüpft sein.

Langer Atem bis zur Profitabilität

Für SoftBank ist das ein Investment mit geduldigem Zeithorizont. OpenAI rechnet laut Bericht nicht damit, vor 2029 profitabel zu werden. Entsprechend spät dürften auch finanzielle Erträge aus dieser Kapitalzusage realistisch werden.

Parallel zur Finanzierungsnachricht meldeten Reuters und CNN Business zudem eine Ausweitung in den Regierungsbereich: OpenAI soll Modelle auf klassifizierten Netzwerken für das US-Verteidigungsministerium bereitstellen. Der Einsatz für inländische Massenüberwachung und autonome Waffen werde dabei ausdrücklich ausgeschlossen.

Zum Timing passt: Gestern standen die US-Börsen unter Druck. Der S&P 500 gab um 0,43% auf 6.878,88 Punkte nach, der Nasdaq verlor 0,92% – Auslöser waren laut den Berichten Inflationsdaten und damit verbundene KI-Sorgen nach einem überraschenden Anstieg des Erzeugerpreisindex.

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...