ABB untermauert mit seinem jüngsten Geschäftsbericht den eingeschlagenen Wachstumskurs und überrascht mit einer weitreichenden Entscheidung im Konzernumbau. Während das Unternehmen operativ neue Bestmarken erreicht, ebnet der Verkauf der Robotik-Sparte den Weg für eine noch stärkere Spezialisierung auf Elektrifizierung und Automatisierung. Kann die Aktie nach der jüngsten Rallye ihr hohes Niveau weiter rechtfertigen?

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 markiert für den Konzern einen finanziellen Meilenstein. Mit einem Umsatzplus von 9 Prozent auf 33,2 Milliarden US-Dollar und einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangs auf 36,8 Milliarden US-Dollar demonstrierte das Unternehmen operative Stärke. Besonders das vierte Quartal setzte ein Ausrufezeichen: Erstmals übertrafen die Bestellungen in einem Dreimonatszeitraum mit 10,3 Milliarden US-Dollar die Zehn-Milliarden-Marke.

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Milliarden-Deal mit SoftBank

Parallel zur Bilanzvorlage konkretisierte das Management die künftige Ausrichtung. Die Robotik-Sparte wird nicht wie ursprünglich erwogen an die Börse gebracht, sondern für 5,375 Milliarden US-Dollar an die japanische SoftBank Group verkauft. Dieser strategische Schritt soll die Konzentration auf die renditestarken Kernbereiche schärfen. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Trotz der geplanten Veräußerung investiert ABB weiterhin massiv in die technologische Basis. Rund 1,3 Milliarden US-Dollar flossen im vergangenen Jahr direkt in Forschung und Entwicklung. Dass sich diese Investitionen auszahlen, zeigt die Profitabilität: Die operative EBITA-Marge kletterte auf 19,0 Prozent, während die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) bei starken 25,3 Prozent lag.

Fokus auf Dividenden und Rückkäufe

Die Börse honoriert die operative Entwicklung und die strategische Klarheit. Die Aktie notierte zuletzt bei 77,08 Euro und damit nur hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 77,50 Euro. Allein seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Plus von fast 22 Prozent. Damit einher geht jedoch eine ambitionierte Bewertung: Der RSI von 65,9 deutet darauf hin, dass der Wert sich langsam dem überkauften Bereich nähert.

Aktionäre sollen am Erfolg durch eine auf 0,94 Schweizer Franken erhöhte Dividende partizipieren. Zudem startete ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2,0 Milliarden US-Dollar, das bis Januar 2027 läuft. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt die Konzernleitung ein vergleichbares Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine weitere leichte Verbesserung der EBITA-Marge an. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob der Konzern die Wachstumsdynamik nach dem Abschluss des Robotik-Verkaufs im Herbst 2026 beibehalten kann.

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