Siemens Healthineers Aktie: Umbau rückt näher
Operativ liefert Siemens Healthineers zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 solide ab – und trotzdem bleibt die Aktie unter Druck. Der Grund liegt weniger im Tagesgeschäft als in zwei strategischen Baustellen: der angekündigten Dekonsolidierung durch Siemens und der neu positionierten Diagnostics-Sparte. Was bedeutet das für die Einordnung der aktuellen Kursschwäche?
Quartalszahlen: Starkes Kerngeschäft, schwächeres Diagnostics
Im ersten Quartal (veröffentlicht am 5. Februar) zeigte sich ein gemischtes Bild. Während Imaging und Precision Therapy wachsen und ordentliche Margen liefern, bremste Diagnostics – vor allem wegen struktureller Marktveränderungen in China.
Wichtige Punkte aus dem Quartal:
- Vergleichbares Umsatzwachstum Konzern: +3,8%
- Bereinigte EBIT-Marge: 15,0%
- Imaging: +5,7% Umsatz, 21,6% bereinigte EBIT-Marge
- Precision Therapy: +5,9% Umsatz, 14,9% bereinigte EBIT-Marge
- Diagnostics: -3,1% Umsatz (China als Belastungsfaktor)
- Book-to-Bill (Equipment): 1,12
Trotz der Belastungen durch Währungseffekte und Zölle bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026: 5 bis 6% vergleichbares Umsatzwachstum und ein bereinigtes EPS von 2,20 bis 2,40 Euro.
Hauptversammlung: Siemens will Mehrheitsbeteiligung reduzieren
Auf der virtuellen Hauptversammlung am 5. Februar stellte der Vorstand das Jahr als „von besonderer Bedeutung“ dar und startete die neue Strategiephase „Elevating Health Globally“. Für Anleger besonders relevant: Siemens AG will die Mehrheitsbeteiligung mittelfristig zu einer reinen Finanzbeteiligung zurückführen.
Siemens hatte diesen Schritt bereits im November 2025 angekündigt. Weitere Details zur Transaktionsstruktur stellte das Management für das zweite Quartal 2026 in Aussicht.
Ebenfalls beschlossen: eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, laut Angaben entsprechend einer Ausschüttungsquote von rund 52%.
Diagnostics: Eigenständige Strategie als Signal
CEO Bernd Montag betonte Imaging und Precision Therapy – gestützt durch KI – als „hochsynergetischen Kern“. Diagnostics dagegen habe wenige Synergien mit den übrigen Segmenten und soll künftig eine eigenständige Strategie verfolgen.
Bereits im November 2025 hatte Reuters berichtet, dass langfristig auch eine Veräußerung oder Abspaltung bis 2030 erwogen werde. Im aktuellen Kontext verstärkt diese Einordnung den Blick der Investoren auf die künftige Rolle der Sparte – und damit auf die Struktur des Konzerns.
Zum Schluss ein Blick auf den Kalender: Im zweiten Quartal 2026 werden die angekündigten Details zur geplanten Reduzierung der Siemens-Beteiligung erwartet – genau dort dürfte sich entscheiden, wie viel zusätzliche Dynamik (oder Unsicherheit) in die Aktie kommt.
Siemens Healthineers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Healthineers-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Healthineers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Healthineers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Healthineers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








