Trotz einer Dividendenerhöhung und bestätigter Jahresziele kennen die Papiere des Medizintechnikkonzerns derzeit kein Halten. Während die Kernsparten Imaging und Varian solide wachsen, sorgt das Sorgenkind Diagnostik weiterhin für Unsicherheit bei den Anlegern. Hinzu kommt die Angst vor einer Aktienflut durch die Muttergesellschaft: Steht der geplante Anteilsverkauf durch Siemens einer Erholung im Weg?

Das Wichtigste in Kürze:
* Dividende: Erhöhung auf 1,00 Euro je Aktie beschlossen.
* China-Schwäche: Diagnostik-Sparte verliert 3,1 Prozent Umsatz.
* Kursverlauf: Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief.
* Analysten: Bernstein bestätigt "Outperform"-Rating.

Licht und Schatten im Zahlenwerk

Die Reaktion des Marktes auf die jüngsten Geschäftszahlen und die Hauptversammlung fällt eindeutig negativ aus. Am heutigen Mittwoch markierte die Aktie bei 40,68 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Dieser Preisverfall von fast 30 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten steht in einem gewissen Widerspruch zur operativen Entwicklung in den Hauptgeschäftsfeldern.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 konnten die Bereiche Imaging (Bildgebung) und Precision Therapy (Varian) mit Wachstumsraten von 5,7 beziehungsweise 5,9 Prozent überzeugen. Besonders das Geschäft mit der Krebsbehandlung durch Varian sticht positiv hervor. Doch diese Erfolge werden von der Diagnostik-Sparte überschattet. Hier schrumpfte der Umsatz um 3,1 Prozent, wobei die strukturellen Probleme im wichtigen chinesischen Markt als Hauptursache gelten. Die dortigen Veränderungen belasten die Margen der gesamten Sparte erheblich, die nur noch bei mageren 2,1 Prozent lag.

Strategische Unsicherheit bremst

Neben den operativen Gemengelagen drückt ein weiterer Faktor auf die Stimmung: Die geplante Entflechtung von der Siemens AG. Aufsichtsratschef Ralf Thomas skizzierte auf der Hauptversammlung den Plan, den Mehrheitsanteil mittelfristig auf eine reine Finanzbeteiligung zu reduzieren.

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Obwohl CEO Bernd Montag dies als Chance für mehr strategische Freiheit und die Phase "Elevating Health Globally" sieht, reagiert der Kapitalmarkt nervös. Ein solcher Schritt bedeutet potenziell, dass große Aktienpakete auf den Markt kommen könnten, was das Angebot erhöht und den Kurs kurz- bis mittelfristig deckeln könnte. Diese Perspektive scheint die Freude über die beschlossene Dividendenerhöhung auf 1,00 Euro je Aktie weitgehend verpuffen zu lassen.

Experten bleiben optimistisch

Trotz des aktuellen Abwärtstrends gibt es Unterstützung von der Analystenseite. Bernstein Research bestätigte erst kürzlich, am 9. Februar, das Votum "Outperform". Auch JPMorgan und Barclays hatten ihre positiven Einschätzungen bekräftigt. Die Experten scheinen darauf zu setzen, dass die Stärke der Kernsparten die vorübergehende Schwäche in China und die Unsicherheit über die Eigentümerstruktur langfristig überwiegen wird.

Das Management unterfüttert diesen Optimismus mit einer Bestätigung der Jahresprognose für 2026. Es wird weiterhin ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 5 und 6 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro erwartet. Allerdings dämpfte der Konzern die Erwartungen für das laufende zweite Quartal: Das Wachstum werde hier voraussichtlich noch unterhalb des Zielkorridors liegen, da die Herausforderungen in China vorerst bestehen bleiben.

Damit liegt der Ball nun beim Management: Um den Abwärtstrend zu brechen, muss Siemens Healthineers in der zweiten Jahreshälfte den Beweis antreten, dass die Jahresziele trotz des Gegenwinds aus Fernost erreichbar sind.

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