Siemens Healthineers Aktie: China-Sorgen belasten
Die Talfahrt bei Siemens Healthineers setzt sich ungebremst fort. Belastet durch eine schwache Performance im China-Geschäft und wachsende Skepsis seitens der Analysten markierte die Aktie ein neues Jahrestief. Während das Management an seinen Zielen festhält, fragen sich Anleger: Wie viel Abwärtspotenzial steckt noch in dem Titel, wenn selbst Großbanken ihre Kursziele massiv zusammenstreichen?
Hier sind die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:
* Kursrutsch: Die Aktie notiert aktuell bei 40,47 Euro und markierte damit heute (Mittwoch) ein neues 52-Wochen-Tief.
* Jahresbilanz: Seit Jahresanfang verlor das Papier 8,31 Prozent an Wert, auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von knapp 30 Prozent.
* Analystenecho: Mehrere Banken senkten zuletzt ihre Einstufungen und Kursziele deutlich.
Analysten werden vorsichtiger
Der Druck auf den Medizintechnik-Konzern hat sich durch eine Reihe negativer Analystenkommentare verschärft. Besonders die Deutsche Bank sorgte für Aufsehen, indem sie das Rating auf „Halten“ herabstufte und das Kursziel drastisch von 57 auf 46 Euro kappte. Als Hauptgrund nannten die Experten die Unsicherheit über den Zeitplan der geplanten Reduzierung der Siemens-Beteiligung.
Auch die UBS strich ihre Kaufempfehlung und votiert nun mit „Neutral“. Die Schweizer Großbank verweist primär auf die Wettbewerbssituation in China. Dort erwächst Siemens Healthineers durch lokale Anbieter wie United Imaging und Mindray zunehmend ernstzunehmende Konkurrenz. Citi senkte das Kursziel moderat auf 59 Euro, bleibt aber grundsätzlich positiv gestimmt.
Gegenwind aus Fernost
Das operative Geschäft leidet spürbar unter den strukturellen Veränderungen im chinesischen Markt. Besonders im Diagnostik-Sektor (Laborausrüstung) drückt die staatliche, volumenbasierte Beschaffungspolitik auf die Margen. Das Management spricht inzwischen von einer „neuen Preisbasis“ in diesem Segment, was sich im ersten Quartal in einem vergleichbaren Umsatzrückgang von 3,1 Prozent in der Sparte niederschlug.
Erschwerend kommen steigende Zollkosten hinzu. Diese beliefen sich im vergangenen Geschäftsjahr bereits auf rund 200 Millionen Euro und sollen sich 2026 trotz eingeleiteter Gegenmaßnahmen auf etwa 400 Millionen Euro verdoppeln.
Lichtblick im Kerngeschäft
Trotz der Probleme in der Diagnostik ist das Gesamtbild nicht durchweg negativ. Die jüngsten Quartalszahlen zeigten die Stärke der Imaging-Sparte (Bildgebende Verfahren), die ein vergleichbares Wachstum von 5,7 Prozent und eine solide bereinigte EBIT-Marge von 21,6 Prozent lieferte.
Zudem bestätigte der Vorstand trotz der aktuellen Herausforderungen den Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Auch die Dividende wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 1,00 Euro je Aktie angehoben.
Ob diese Zuversicht des Managements ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, ob die prognostizierten Wachstumsziele in den kommenden Quartalen tatsächlich erreicht werden können. Solange die Unsicherheiten in China und bezüglich der Siemens-Abspaltung dominieren, dürfte eine schnelle Trendwende am Aktienmarkt schwierig werden.
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