Der Energieriese setzt auf interne Stärke statt teure Abenteuer. CEO Wael Sawan erteilte Spekulationen über baldige Großübernahmen am heutigen Dienstag eine klare Absage. Stattdessen fließen Milliarden an die Aktionäre zurück – doch reicht das organische Wachstum aus, um die Ziele für 2030 zu sichern?

Fokus auf organisches Wachstum

Wael Sawan stellte klar, dass Shell keine zusätzlichen Vermögenswerte erwerben muss, um die Produktionsziele für das Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Eine zuvor prognostizierte Produktionslücke von 100.000 bis 200.000 Barrel Öläquivalent pro Tag sei inzwischen weitgehend geschlossen. Diese Aussage unterstreicht die Strategie, die mittelfristigen Ambitionen aus dem bestehenden Portfolio heraus zu realisieren, ohne auf risikoreiche Akquisitionen angewiesen zu sein.

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Effizienzmaßnahmen voran. Seit 2022 wurden strukturelle Kostensenkungen in Höhe von 5,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Dies schafft finanziellen Spielraum in einem volatilen Marktumfeld.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Shell?

Milliarden fließen an Anleger

Die Zurückhaltung bei Übernahmen kommt den Aktionären direkt zugute. Am 5. Februar kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 3,5 Milliarden Dollar an, das noch vor der Veröffentlichung der Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll. Dies markiert das 17. Quartal in Folge, in dem Shell eigene Anteile im Wert von mindestens 3 Milliarden Dollar zurückkauft.

Unterstrichen wird dieser Kurs durch konkrete Taten: Bereits gestern, am 9. Februar, erwarb Shell über 1,2 Millionen eigene Aktien zur Vernichtung. Zudem steigt die Dividende für das vierte Quartal um 4 Prozent auf 0,372 Dollar je Aktie. Insgesamt schüttete Shell im Gesamtjahr 2025 rund 52 Prozent des operativen Cashflows an seine Eigentümer aus.

Zahlen unter Druck

Die Großzügigkeit erfolgt trotz operativer Gegenwinde. Der bereinigte Gewinn im vierten Quartal 2025 fiel auf 3,26 Milliarden Dollar, was vor allem auf niedrigere realisierte Preise und gesunkene Margen im Marketinggeschäft zurückzuführen ist. Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte der Konzern einen bereinigten Gewinn von 18,53 Milliarden Dollar.

Für das Jahr 2026 plant das Management Investitionen (Capex) zwischen 20 und 22 Milliarden Dollar ein. Mit der Bestätigung, die 2030-Ziele ohne Zukäufe zu erreichen, setzt Shell auf Kontinuität und Rendite statt auf aggressive Expansion.

Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...