Anleger rieben sich am Freitag verwundert die Augen. Das US-Verteidigungsministerium setzte den chinesischen Elektroauto-Riesen BYD kurzzeitig auf eine schwarze Liste, nur um die Entscheidung Minuten später kommentarlos wieder zurückzuziehen. War dies ein administrativer Fehler oder ein geopolitisches Warnsignal vor dem kommenden Staatsbesuch?

Die Ereignisse am Freitag sorgten für erhebliche Unruhe an den Märkten. Das Pentagon veröffentlichte im Federal Register eine erweiterte Liste angeblicher „chinesischer Militärunternehmen“, auf der plötzlich prominente Namen wie BYD, Alibaba und Baidu auftauchten. Doch kaum war das Dokument publiziert, verschwand es wieder. Eine Behörde habe den Rückzug des Dokuments beantragt, hieß es knapp. Inhaltliche Gründe nannte das Pentagon nicht und kommentierte den Vorgang lediglich damit, dass es „nichts anzukündigen“ gäbe.

Die kurzzeitige Listung auf der sogenannten „1260H-Liste“ löste sofortige Verkäufe aus. Zwar hat die Aufnahme keine unmittelbaren strafrechtlichen Folgen, sie verbietet dem US-Verteidigungsministerium jedoch ab dem 30. Juni 2026 direkte Geschäftsbeziehungen mit den gelisteten Firmen. Die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen gaben intraday deutlich nach, konnten sich nach dem Rückzieher der Behörden aber teilweise erholen.

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Verwirrende Signale

Der Zeitpunkt dieses Vorfalls könnte kaum brisanter sein. Erst einen Tag zuvor kündigte US-Präsident Donald Trump an, im April für ein Treffen mit Xi Jinping nach China zu reisen. Marktbeobachter diskutieren nun, ob die kurzzeitige Veröffentlichung als Demonstration der Stärke vor dem Gipfel zu werten ist.

Zusätzlich zur Verwirrung um die Neuzugänge fehlten auf der zurückgezogenen Liste plötzlich zwei zuvor gelistete chinesische Speicherchip-Hersteller (YMTC und CXMC). Alibaba und Baidu reagierten umgehend und wiesen jegliche Verbindung zum chinesischen Militär scharf zurück. Alibaba kündigte bereits rechtliche Schritte gegen eine mögliche Inklusion an.

Fundamentale Lage

Für BYD kommt die geopolitische Unruhe zur Unzeit. Der Konzern meldete im Januar den fünften Monat in Folge rückläufige Verkaufszahlen im Jahresvergleich. Änderungen bei den chinesischen Fahrzeugsubventionen belasten derzeit vor allem Marken im niedrigeren Preissegment. Ein Lichtblick bleibt jedoch die aggressive internationale Expansion: Die Auslandsverkäufe legten im Januar kräftig zu und stützen die Bilanz.

Für Investoren bleibt die Situation bis zu einer offiziellen Klarstellung des Pentagons ein latentes Risiko. Sollte die Liste in dieser Form erneut veröffentlicht werden, droht den chinesischen Tech- und EV-Titeln erneuter Abgabedruck. Die Unsicherheit über den künftigen Status dieser Unternehmen im US-Geschäftsverkehr bleibt damit vorerst bestehen.

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