Shell hat zum Jahresabschluss 2025 die Erwartungen verfehlt. Der Energiekonzern meldete für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn von 3,3 Milliarden US-Dollar – deutlich unter den von Analysten prognostizierten 3,5 Milliarden. Verantwortlich für die Schwäche waren vor allem das Handelsgeschäft sowie geringere Margen in den Bereichen Raffinerien und Chemie. Gleichzeitig hält Shell jedoch an seiner Aktionärspolitik fest: Die Dividende steigt, und ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar wurde angekündigt.

Robuster Cashflow trotz schwächerer Ergebnisse

Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der bereinigte Gewinn auf 18,5 Milliarden Dollar. Trotz der Gewinnlücke im Schlussquartal blieb die Cashflow-Generierung stark: Der operative Cashflow erreichte 42,9 Milliarden Dollar und deckt damit die ehrgeizigen Kapitalrückgaben komfortabel ab.

CEO Wael Sawan verwies auf Fortschritte bei der Kostendisziplin. Seit 2022 hat Shell strukturelle Einsparungen von 5,1 Milliarden Dollar realisiert – das Ziel wurde damit deutlich früher als geplant erreicht. Die solide Finanzlage gibt dem Konzern Spielraum, auch in einem schwierigeren Marktumfeld an Ausschüttungen festzuhalten.

Dividende erhöht, Rückkäufe fortgesetzt

Um die Enttäuschung über die Quartalszahlen abzufedern, kündigte Shell eine Erhöhung der Dividende um 4 Prozent auf 0,372 Dollar je Aktie an. Zudem startet ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar, das bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 im Mai abgeschlossen sein soll. Es ist das 17. Quartal in Folge, in dem Shell mindestens 3 Milliarden Dollar für Rückkäufe bereitstellt.

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Diese konsequente Ausschüttungspolitik stützt die Aktie, selbst wenn die operativen Margen gegenüber den Höchstständen der Pandemie-Jahre nachlassen. Für einkommensorientierte Anleger bleibt Shell damit attraktiv, auch wenn fundamentale Bewertungsfragen offenbleiben.

Prüferwechsel und strategische Herausforderungen

Parallel zu den Geschäftszahlen gab Shell bekannt, PricewaterhouseCoopers (PwC) ab dem Geschäftsjahr 2027 als neuen externen Prüfer einzusetzen. Der bisherige Prüfer EY bleibt noch bis Ende 2026 im Amt. Die Entscheidung bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung 2027.

Analysten beobachten zudem kritisch die Reservenreichweite des Konzerns, die nach Veräußerungen in Nigeria und Kanada auf 7,8 Jahre gesunken sein soll. Wie Shell langfristig Produktionsniveaus sichern will, während gleichzeitig der Umbau in Richtung kohlenstoffärmerer Energien voranschreitet, bleibt eine zentrale Frage.

Die nächsten Quartalszahlen im Mai dürften zeigen, ob die operative Schwäche im Schlussquartal nur eine Delle war oder der Beginn einer längeren Margenkorrektur.

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