BP muss sich zum Wochenende mit Gegenwind auseinandersetzen. TD Cowen hat am Freitag das Kursziel gesenkt und damit die Skepsis vieler Anleger untermauert. Denn nach der jüngsten Strategieanpassung rund um die Aktionärsrendite steht vor allem eine Frage im Raum: Wie gut trägt die Aktie, wenn der Rückkauf-„Puffer“ wegfällt?

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- TD Cowen senkt Kursziel auf 35 US-Dollar (zuvor 37), Rating bleibt „Hold“
- Aktienrückkäufe pausiert: bislang 750 Mio. US-Dollar pro Quartal
- Nettoverschuldung liegt bei rund 22 Mrd. US-Dollar, Ziel: 14–18 Mrd. US-Dollar bis Ende 2027
- Q4: EPS 0,60 US-Dollar (Erwartung 0,57), aber hohe Wertminderungen belasten die Schlagzeilen

Kursziel gesenkt – Skepsis bleibt

TD Cowen hat das Kursziel von 37 auf 35 US-Dollar reduziert und die Einstufung bei „Hold“ belassen. Ausgehend von Kursen um 37,20 US-Dollar impliziert das laut Einschätzung ein Abwärtspotenzial von rund 5,9%.

Der Schritt passt in ein Umfeld, in dem Investoren nach den BP-Updates der vergangenen Tage genauer hinschauen. Zwar lag der bereinigte Gewinn je Aktie im vierten Quartal 2025 mit 0,60 US-Dollar über den Erwartungen (0,57). Gleichzeitig wirkt das Zahlenbild durch hohe Sondereffekte deutlich unruhiger.

Rückkäufe gestoppt, Schuldenabbau nach vorn

Der zentrale Stimmungsdämpfer bleibt die Entscheidung, das bisherige Aktienrückkaufprogramm von 750 Mio. US-Dollar pro Quartal auszusetzen. Das Management setzt stattdessen Prioritäten bei der Bilanz und will die Nettoverschuldung bis Ende 2027 auf 14 bis 18 Mrd. US-Dollar senken. Der aktuelle Stand liegt bei etwa 22 Mrd. US-Dollar.

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Im Quartalsbericht schlug außerdem ein ausgewiesener Nettoverlust von 3,4 Mrd. US-Dollar zu Buche. Treiber waren vor allem Wertminderungen von rund 4 Mrd. US-Dollar auf Vermögenswerte in den Bereichen Low Carbon und Gas. Operativ zeigt eine andere Kennziffer ein stabileres Bild: Der sogenannte Replacement Cost Profit (als Näherung für den Nettogewinn) lag bei 1,5 Mrd. US-Dollar.

Ölpreis als zusätzlicher Gegenwind

Parallel kommt von der Rohstoffseite wenig Hilfe. Öl-Futures steuerten am Freitag auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Die Internationale Energieagentur (IEA) senkte zuletzt ihre Prognose für das Nachfragewachstum 2026 auf 850.000 Barrel pro Tag und warnte zugleich vor einem möglichen Angebotsüberschuss von 3,7 Mio. Barrel pro Tag im kommenden Jahr.

Dazu belasteten US-Lagerdaten: Die Rohölbestände stiegen zuletzt um 8,5 Mio. Barrel. Für BP ist das ein unangenehmer Mix, weil Schuldenabbau in einem weicheren Preisumfeld weniger Rückenwind bekommt.

Zum Wochenstart dürfte sich die Aufmerksamkeit darauf richten, ob BP den eingeschlagenen Kurs beim Bilanzfokus bekräftigt und wie der Markt die Kombination aus pausierten Rückkäufen, hohen Abschreibungen und fallenden Ölpreisen weiter einpreist.

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