Shell Aktie: Innovationspreis verliehen!
Der Energie-Riese Shell zeigt sich an der Börse in Bestform und notiert am heutigen Freitag direkt am 52-Wochen-Hoch. Doch der optische Glanz trügt teilweise: Operativ kämpft der Konzern mit sinkenden Gewinnen und verfehlten Analystenerwartungen für das Gesamtjahr 2025. Dass die Aktie dennoch steigt, liegt an einer konsequenten Strategie des Managements, die voll auf die Belohnung der Aktionäre setzt und operative Schwächen mit massiven Kapitalflüssen überdeckt.
Massive Rückkäufe als Kurstreiber
Ein wesentlicher Grund für die Stärke der Aktie ist das laufende Aktienrückkaufprogramm. Shell kauft derzeit täglich eigene Papiere über verschiedene europäische Handelsplätze zurück. Allein am 25. Februar wurden über eine Million Aktien eingezogen. Diese Maßnahmen sind Teil eines 3,5 Milliarden Dollar schweren Programms, das noch bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 laufen soll.
Für Anleger ist dies ein klares Signal der Kontinuität. Es markiert das 16. Quartal in Folge, in dem Shell Rückkäufe im Volumen von mindestens 3 Milliarden Dollar angekündigt hat. Diese stetige Nachfrage verknappt das Angebot und stützt den Kurs, selbst wenn das operative Umfeld schwieriger wird.
Gewinnrückgang und Cashflow-Stärke
Die finanziellen Hintergründe für diese Großzügigkeit sind jedoch gemischt. Die jüngsten Jahreszahlen für 2025 offenbarten einen Rückgang des bereinigten Gewinns auf 18,5 Milliarden Dollar – im Vorjahr waren es noch 23,72 Milliarden Dollar. Insbesondere im vierten Quartal verfehlte Shell mit 3,26 Milliarden Dollar Gewinn die Erwartungen der Analysten deutlich. Verantwortlich hierfür waren vor allem gesunkene Rohstoffpreise sowie schwächere Margen im Chemiegeschäft und im Handel.
Dennoch bleibt die Kasse voll. Der operative Cashflow (CFFO) zeigte sich mit 42,9 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr äußerst robust. Dies ermöglicht es dem Konzern, trotz Gewinnrückgangs rund 52 Prozent des Cashflows an die Aktionäre auszuschütten. Neben den Rückkäufen wurde auch die Dividende für das vierte Quartal um 4 Prozent auf 0,372 Dollar je Aktie angehoben.
Disziplin und Umbau
Um diese Ausschüttungspolitik langfristig zu sichern, setzt Shell auf strikte Kostendisziplin und eine Bereinigung des Portfolios. Im vergangenen Jahr trennte sich der Konzern von Geschäftsbereichen in Nigeria, Kanada und Singapur. Gleichzeitig wurden seit 2022 strukturelle Kosteneinsparungen von 5,1 Milliarden Dollar realisiert.
Für das Jahr 2026 plant das Management Ausgaben (Capex) in einer Spanne von 20 bis 22 Milliarden Dollar. Diese Investitionsdisziplin soll sicherstellen, dass auch bei volatilen Öl- und Gaspreisen genügend freie Mittel für die Aktionäre verbleiben. Die Bilanz präsentiert sich mit einer Verschuldungsquote (Gearing) von 20,7 Prozent weiterhin solide.
Shell beweist aktuell, dass eine aggressive Ausschüttungspolitik den Aktienkurs auch in Phasen operativer Gegenwinde stützen kann. Mit dem nächsten Quartalsbericht am 7. Mai 2026 wird sich zeigen, ob die Effizienzmaßnahmen ausreichen, um die anhaltend schwachen Margen im Downstream-Geschäft weiterhin zu kompensieren.
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