ServiceNow Aktie: Tagesaktuelle Marktinformationen
ServiceNow setzt bei KI jetzt auf „digitale Mitarbeiter“ statt auf einzelne Assistenzfunktionen. Mit der neuen Produktfamilie „Autonomous Workforce“ will der Konzern Aufgaben im Unternehmen Ende-zu-Ende automatisieren – und Anleger hörten genau hin. Kann diese Architektur-Wette der Aktie nach dem schweren SaaS-Abverkauf wieder mehr Stabilität geben?
Autonomous Workforce: Agenten, die ausführen
„Autonomous Workforce“ (AW) wurde am Donnerstag zusammen mit „EmployeeWorks“ vorgestellt. Letzteres bündelt Technologie aus der Moveworks-Übernahme und soll als eine Art „konversationeller Eingang“ dienen: Beschäftigte schildern ihr Problem in normaler Sprache, ohne erst ein Ticket anzulegen.
Im Kern beschreibt ServiceNow AW als Rahmen für „KI-Spezialisten“, die mit klaren Zuständigkeiten und Governance Unternehmensaufgaben erledigen können. Der erste vorgefertigte Spezialist ist ein „Level 1 Service Desk AI Specialist“. Er greift auf Wissensdatenbanken, historische Incident-Daten und Workflows zu und soll typische IT-Anfragen wie Passwort-Resets, Vergabe von Software-Zugängen oder Netzwerk-Fehlersuche selbstständig lösen.
ServiceNow verweist dabei auf eigene Praxiswerte: 90% der internen IT-Anfragen von Mitarbeitern würden bereits autonom bearbeitet – und Fälle löse man 99% schneller als menschliche Agents. Diese Fähigkeit will das Unternehmen nun breit an Kunden ausrollen. Ergänzend nennt ServiceNow „Role Automation“ als Architekturschicht, die steuert, wie die KI-Spezialisten innerhalb bestehender Berechtigungen agieren.
Zahlen stark, Aktie trotzdem unter Druck
Trotz Produktmomentum steckt die Aktie im Sog einer braniten Schwäche im SaaS-Sektor. Zwar meldete ServiceNow für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 bessere Ergebnisse als erwartet, doch am Tag der Veröffentlichung fiel die Aktie um 11%. Auf Jahressicht summierte sich das Minus laut Bericht auf 50%.
Operativ zeigte der Konzern Wachstum und Marge über der eigenen Prognose. Der Umsatz aus Abonnements lag im vierten Quartal 2025 bei 3,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21% zum Vorjahr. Zudem habe sich der Netto-Neu-ACV von „Now Assist“ im Quartal mehr als verdoppelt.
Für 2026 stellt ServiceNow Abonnementumsätze von 15,53 bis 15,57 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das entspräche 20,5% bis 21% Wachstum (GAAP), inklusive eines Beitrags von rund 1% durch Moveworks. Erwartet werden außerdem eine Non-GAAP-Subscription-Gross-Margin von 82% sowie eine Non-GAAP-Operating-Margin von 32%. Die Free-Cashflow-Marge soll bei 36% liegen, 100 Basispunkte mehr als im Vorjahr.
Insider-Signal, Rückkäufe und Übernahmen
ServiceNow meldete zudem Änderungen bei internen Verkaufsplänen: Mehrere Top-Manager beendeten ihre Rule-10b5-1-Handelspläne und strichen damit geplante künftige Aktienverkäufe. CEO William McDermott will zudem am Freitag ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar zum Marktpreis kaufen.
Beim Kapitalrückfluss blieb das Unternehmen ebenfalls aktiv. Im vierten Quartal wurden Aktien für rund 597 Millionen US-Dollar zurückgekauft. Zusätzlich genehmigte der Vorstand weitere 5 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe. Das Management kündigte außerdem einen beschleunigten Aktienrückkauf über 2 Milliarden US-Dollar an.
Parallel formt ServiceNow die Plattform über Zukäufe um. In den vergangenen zwölf Monaten wurden laut Text die drei bisher teuersten Akquisitionen angekündigt: Moveworks (2,85 Milliarden US-Dollar), Armis (7,75 Milliarden US-Dollar) und Veeza (Gerücht: 1 bis 2 Milliarden US-Dollar). Zum Ende von Q4 2025 lagen die „current remaining performance obligations“ (cRPO) bei 12,85 Milliarden US-Dollar (+25% zum Vorjahr). Auf konstanter Währungsbasis stiegen die verbleibenden Verpflichtungen auf 28,2 Milliarden US-Dollar (+22,5%).
Zum Schluss bleibt die operative Messlatte klar: ServiceNow positioniert AW als Wechsel von „KI hilft“ zu „KI führt aus“. Ob sich dieser Produktansatz in eine nachhaltigere Kurserholung übersetzt, dürfte sich vor allem daran zeigen, wie schnell Unternehmen die neuen Agenten produktiv einsetzen – und ob ServiceNow die für 2026 in Aussicht gestellten Margen und Wachstumsraten tatsächlich erreicht.
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