TKMS Aktie: Erneuter Erfolgsschub!
Drei Nachrichten in nur wenigen Tagen – und alle zielen in die gleiche Richtung: TKMS will im europäischen und internationalen Rüstungsmarkt schneller liefern, größer denken und Partnerschaften ausbauen. Die erste Hauptversammlung als börsennotiertes Unternehmen liefert dafür die politische und industrielle Leitlinie. Doch wie konkret wird daraus neues Wachstum?
Hauptversammlung: Konsolidierung als klare Ansage
Auf der ersten ordentlichen Hauptversammlung seit dem Börsengang (Oktober 2025) machte CEO Oliver Burkhard Tempo zum zentralen Stichwort. Standardisierung, industrielle Konsolidierung und Geschwindigkeit seien nötig, um Verteidigungsfähigkeiten schneller aufzubauen. „Money alone does not build ships“, sagte Burkhard – ein Hinweis darauf, dass Kapazitäten, Lieferketten und industrielle Struktur mindestens so wichtig sind wie Budgets.
Passend dazu positioniert sich TKMS als aktiver Teil einer Konsolidierung in Deutschland und Europa. Ein erster Schritt: ein unverbindliches Übernahmeangebot für den kleineren Wettbewerber German Naval Yards Kiel (GNYK).
BlueWhale und Indien: Operative Meilensteine und Milliardenprojekt
Kurz vor der Hauptversammlung folgte ein sichtbarer operativer Fortschritt: Gemeinsam mit Israel Aerospace Industries (IAI) übergab TKMS am 25. Februar das autonome Großunterwasserfahrzeug „BlueWhale“ an die Deutsche Marine (Programm „Kurs Marine 2035+“). TKMS steuert über ATLAS ELEKTRONIK unter anderem ein U‑Boot-Abwehr-Schleppsonar bei. Der Kernpunkt: Das Projekt unterstreicht die Rolle des Konzerns bei unbemannten und sensorgestützten Fähigkeiten.
Noch größer ist die Dimension in Indien. Am 26. Februar meldete die indische Marine den Abschluss der Kostenverhandlungen für Projekt 75 India (P‑75I): sechs dieselelektrische U‑Boote, bewertet in einer Bandbreite von 66.000 bis 70.000 Crore Rupien (rund 8 bis 9 Mrd. US‑Dollar). TKMS tritt dabei als Designbehörde und Technologiepartner auf, inklusive Engineering-Support und Technologietransfer (einschließlich AIP-System). Vorgaben zur lokalen Fertigung: 45% lokaler Anteil beim ersten Boot, ansteigend auf 60% bis zum sechsten.
Kanada und die Zahlen: Volle Bücher, intensiver Wettbewerb
Auch im Kanada-Wettbewerb baut TKMS sein Netzwerk aus: Mit Magellan Aerospace vereinbarte das Unternehmen eine Kooperation, unter anderem für industrielle Zusammenarbeit bei Schwergewichtstorpedos und Betriebsunterstützung im „Canadian Patrol Submarine Project“. Kanada prüft bis zu zwölf konventionelle AIP-U‑Boote; genannt wird ein Programmwert von mehr als zehn Milliarden Euro.
Fundamental startet TKMS mit einem Rekord-Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2025/26. Für 2024/25 meldete die Gruppe 2,2 Mrd. Euro Umsatz (+9,3%), ein bereinigtes EBIT von 131 Mio. Euro (+53%) und eine bereinigte EBIT-Marge von 6%. Der Free Cash Flow stieg auf 784 Mio. Euro, getragen von höheren Vorauszahlungen aus neu angestoßenen Großprojekten. Der Auftragseingang lag bei rund 8,8 Mrd. Euro; der Auftragsbestand erreichte zum 30. September 2025 rund 18,2 Mrd. Euro (+55%).
An der Börse zeigt sich zuletzt dennoch etwas Gegenwind: Die Aktie schloss am Freitag bei 94,50 Euro und liegt in den vergangenen sieben Tagen mit -5,17% im Minus – trotz eines Plus von 36,46% seit Jahresanfang. Der RSI (14 Tage) von 32,4 deutet dabei auf eine deutlich abgekühlte kurzfristige Dynamik hin.
Unterm Strich verdichtet sich das Bild: TKMS kombiniert politische Rückenwinde und Rekord-Auftragsbestand mit greifbaren Programmschritten (BlueWhale) und großen internationalen Hebeln (Indien, Kanada). Für das bereinigte EBIT 2025/26 nennt das Unternehmen eine Spanne von 100 bis 150 Mio. Euro – und genau daran wird sich messen lassen, wie schnell sich die strategische Schlagzahl auch in Ergebnisse übersetzt.
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