Die ServiceNow-Aktie befindet sich im freien Fall und hat seit Jahresbeginn bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Während Panikverkäufe den gesamten Softwaresektor erfassen, stellen sich Anleger eine entscheidende Frage: Wird künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell der Enterprise-Software tatsächlich vernichten oder bietet der aktuelle Kursrutsch eine historische Übertreibung nach unten?

Der Verkaufsdruck intensivierte sich gestern erneut, als die Papiere um weitere 6,3 Prozent nachgaben. Auslöser sind wachsende Sorgen, dass neue, leistungsfähige KI-Modelle von Anthropic und OpenAI klassische Software-Anwendungen überflüssig machen könnten. Die Angst vor autonomen KI-Agenten, die herkömmliche lizenzbasierte Geschäftsmodelle („SaaS“) kannibalisieren, hat den Kurs mittlerweile fast 50 Prozent unter sein 52-Wochen-Hoch gedrückt. Marktbeobachter sprechen von einem pauschalen Abverkauf, der kaum noch zwischen einzelnen Geschäftsmodellen unterscheidet.

Prominente Rückendeckung

Während der Markt nervös reagiert, formiert sich Widerstand in der Chefetage der Tech-Giganten gegen das Narrativ vom „Software-Tod“. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete die These, KI werde Software-Tools ersetzen, jüngst als „völlig unlogisch“. Er nannte explizit ServiceNow und SAP als Beispiele für essentielle Werkzeuge, die von einer KI genutzt und nicht ersetzt würden.

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Auch Alphabet-CEO Sundar Pichai und ServiceNow-Chef Bill McDermott betonten in ihren jüngsten Äußerungen, dass KI die Unternehmensabläufe nicht verdrängt, sondern tief in diese integriert wird. McDermott verwies darauf, dass künstliche Intelligenz für die Orchestrierung von Unternehmensprozessen zwingend auf Plattformen wie ServiceNow angewiesen sei.

Zahlen widersprechen Kursverlauf

Fundamental zeichnet das Unternehmen ein ganz anderes Bild als der Aktienkurs. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Abonnement-Erlöse um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser soliden Bilanz und eines neu aufgelegten Aktienrückkaufprogramms über 5 Milliarden Dollar ignorieren Investoren derzeit die harten Fakten und fokussieren sich auf das abstrakte Risiko einer technologischen Disruption.

Das Management steuert indes aktiv gegen die Bedenken und vertieft die Integration von KI in die eigenen Produkte. Neben einer Allianz mit Anthropic zur Einbindung der Claude-Modelle stärkt das Unternehmen seine Position durch strategische Zukäufe wie Moveworks und die geplante Übernahme von Armis im Cybersecurity-Bereich.

Der aktuelle Abverkauf trifft die gesamte Branche, wobei auch Wettbewerber wie Palantir und Oracle zuletzt zweistellige Verluste hinnehmen mussten. Ob die extreme Marktskepsis berechtigt ist, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen am 22. April 2026 zeigen, wenn ServiceNow belegen muss, dass die Wachstumsprognose für das laufende Jahr Bestand hat.

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