Micron Aktie: Preisoffensive gestartet
Micron nutzt die angespannte Lage am Speichermarkt konsequent aus. Einem Branchenbericht zufolge dreht der Chipriese gemeinsam mit Samsung und SK Hynix an der Preisschraube – und zwar mit einem ungewöhnlichen Hebel. Statt langfristiger Festpreise setzen die Anbieter nun auf flexible Verträge, die eine nachträgliche Preisanpassung zum Lieferzeitpunkt erlauben. Selbst Apple hat Berichten zufolge nur bis Mitte 2026 feste Konditionen gesichert.
Strategie: Volles Risiko auf KI
Die aggressive Preispolitik fügt sich nahtlos in Microns radikale Neuausrichtung ein. Das Unternehmen konzentriert sich vollständig auf High-Bandwidth Memory (HBM) für Künstliche Intelligenz und nimmt dafür schmerzhafte Einschnitte in Kauf.
Die Eckpunkte der Transformation:
- Crucial wird eingestellt: Die Verbrauchermarke verschwindet im Februar 2026 endgültig vom Markt. Micron zieht sich komplett aus dem PC-Komponentengeschäft zurück, um Kapazitäten für margenstärkere Rechenzentrumsprodukte freizumachen.
- 24 Milliarden Dollar für Singapur: Ende Januar erfolgte der Spatenstich für eine massive Erweiterung der NAND-Fertigung, die gezielt auf die „KI-getriebene Transformation" ausgelegt ist.
- Analysteneuphorie: Mizuho und HSBC haben ihre Kursziele zuletzt auf 480 bzw. 500 Dollar angehoben.
Insider-Verkauf im Detail
Parallel zur volatilen Kursentwicklung – die Aktie schwankte Anfang Februar um zweistellige Prozentsätze und korrigierte von über 430 Dollar auf rund 382 Dollar – verkaufte Executive Vice President Sumit Sadana Aktien im Wert von etwa 10,7 Millionen Dollar. Die Transaktion erfolgte am 2. Februar zu Preisen zwischen 429 und 431 Dollar.
Entscheidend: Der Verkauf lief über einen vorab festgelegten 10b5-1-Plan. Solche Programme erlauben Führungskräften planbare Anteilsverkäufe, ohne in den Verdacht des Insiderhandels zu geraten. Der Zeitpunkt war also kein spontanes Signal mangelnden Vertrauens.
Die neue Preispolitik könnte Microns Margen kurzfristig stärken, birgt aber das Risiko, Großkunden langfristig zu verärgern. Am 30. Juni folgen die Quartalszahlen – dann zeigt sich, ob die KI-Wette und die harte Vertragslinie aufgehen.
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