Advanced Micro Devices steht am Freitag vor widersprüchlichen Signalen. Während aus China Berichte über massive Lieferengpässe bei Server-Prozessoren kommen, nutzte Star-Investorin Cathie Wood die jüngste Kursschwäche für einen Nachkauf. Die Aktie notiert nach dem nachbörslichen Einbruch um die 192,50 US-Dollar – knapp 14 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Lieferengpässe in China belasten

Laut aktuellen Meldungen vom 6. Februar müssen chinesische Kunden derzeit mit Wartezeiten von bis zu sechs Monaten für bestimmte Server-CPUs rechnen. Sowohl AMD als auch Intel haben ihre Abnehmer über die verlängerten Lieferfristen informiert. Verantwortlich dafür sind zum einen die starke Nachfrage von Hyperscalern, zum anderen die bürokratischen Hürden durch US-Exportkontrollen.

Die Marktforschungsfirma TrendForce bestätigt: Die Preise für Server-Prozessoren in der Region sind bereits gestiegen. Das deutet zwar auf robuste Nachfrage hin, zeigt aber auch die Belastungen, unter denen die Halbleiter-Lieferketten in regulierten Märkten stehen.

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Ark Invest kauft nach Kursrutsch

Parallel dazu hat Cathie Woods Ark Invest am 5. Februar AMD-Aktien erworben. Der Zeitpunkt: direkt nach dem Kurseinbruch infolge der Quartalszahlen. Die Investmentfirma folgt damit ihrer Strategie, bei disruptiven Technologiewerten in Schwächephasen zuzugreifen. Am selben Tag stockte Ark auch bei Broadcom auf und reduzierte Qualcomm.

Der Hintergrund des Ausverkaufs: AMD hatte für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt – ein sequenzieller Rückgang gegenüber dem Rekordquartal Q4 2025 mit 10,3 Milliarden US-Dollar. Die Aktie verlor daraufhin knapp vier Prozent und notiert nun rund 27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der vorsichtigen Prognose halten Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest. Evercore ISI bekräftigte am 5. Februar das Kursziel von 328 US-Dollar, Roth Capital Markets bleibt bei 300 US-Dollar. Beide verweisen auf die erwartete Hochlaufphase KI-getriebener Systeme ab Mitte 2026, die dem Datacenter-Geschäft neuen Schwung verleihen soll.

Die Konstellation ist charakteristisch für AMD: Kurzfristige Zurückhaltung trifft auf langfristige Wachstumsfantasie. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Analysten-Zuversicht gerechtfertigt ist oder ob die Lieferprobleme und der Margendruck schwerer wiegen als erwartet.

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