Gold: Grüne Zahlen!
Sieben Gewinnmonate in Folge, ein Jahresplus von knapp 20 Prozent – und jetzt setzt JP Morgan noch einen drauf. Die US-Großbank hebt ihre langfristige Goldpreisprognose auf 4.500 USD an und bekräftigt gleichzeitig ein ambitioniertes Jahresziel von 6.300 USD für Ende 2026. Die Botschaft ist eindeutig: Das strukturelle Aufwärtspotenzial bleibt intakt, trotz der jüngsten Konsolidierung unter der 5.200-USD-Marke.
Der Zeitpunkt der Prognoseanhebung ist bemerkenswert. Während sich Spot-Gold nach dem Januar-Allzeithoch bei 5.595 USD in einer Verschnaufpause befindet, verdichten sich die bullischen Stimmen aus dem Bankensektor. Goldman Sachs hatte bereits im Januar auf 5.400 USD erhöht, Morgan Stanley sieht im optimistischen Szenario sogar 5.700 USD für die zweite Jahreshälfte. Die Begründungen ähneln sich: geopolitische Risiken, der Zinssenkungszyklus der Fed, anhaltende Zentralbankkäufe und massive ETF-Zuflüsse.
Zentralbanken als Preistreiber
Hinter den optimistischen Prognosen steht ein langfristiger Strukturtrend: die massive Goldakkumulation durch Notenbanken weltweit. 2025 kauften Zentralbanken insgesamt 863 Tonnen – angeführt von der Polnischen Nationalbank mit 102 Tonnen. Die globale Nachfrage überstieg erstmals die Schwelle von 5.000 Tonnen, befeuert durch Safe-Haven-Motive und Diversifizierungsstrategien.
Noch aufschlussreicher: Eine Umfrage des World Gold Council zeigt, dass 95 Prozent der befragten Zentralbanken für die kommenden zwölf Monate mit steigenden globalen Goldreserven rechnen – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung vor acht Jahren. 43 Prozent planen konkret, ihre eigenen Bestände aufzustocken, gegenüber 29 Prozent im Vorjahr. JP Morgan geht davon aus, dass Zentralbanken und Investoren 2026 durchschnittlich 585 Tonnen pro Quartal nachfragen werden.
Technische Hürden nach Rekordlauf
Trotz des positiven Fundamentalbildes konsolidiert Gold seit Anfang Februar. Der Rückzug vom Januar-Hoch deutet darauf hin, dass Käufer nach dem außergewöhnlichen Anstieg zunächst pausieren. Um das Allzeithoch erneut anzulaufen, muss der Preis zunächst den Widerstand bei 5.420 USD überwinden – eine Marke, die aus den Tagen kurz vor dem drastischen Einbruch Ende Januar stammt.
Bemerkenswert: Selbst nach dem schärfsten Tagesverlust seit 1983 am 30. Januar – einem Einbruch von 9,8 Prozent – hielt JP Morgan an seinem bullischen Ausblick fest. Die Bank wertete die Bewegung als positionierungsbedingt, nicht als fundamentalen Stimmungswandel.
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben günstig. Niedrige Realrenditen, ein potenziell schwächerer Dollar und anhaltende geopolitische Unsicherheit stützen die Attraktivität des Edelmetalls als strategisches Portfolio-Asset. Der World Gold Council erwartet für 2026 erneut starke ETF-Zuflüsse und robuste Nachfrage nach physischem Gold. Die breite Prognose-Offensive der Großbanken signalisiert: Das strukturelle Aufwärtspotenzial ist aus institutioneller Sicht noch längst nicht ausgeschöpft.
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