Tilray Aktie: Steigerungspotenzial gegeben
Mitten in einem fallenden Gesamtmarkt setzte die Tilray-Aktie ein deutliches Zeichen der Stärke und legte gestern gegen den Trend zu. Auslöser ist eine exklusive Partnerschaft mit dem Brauerei-Riesen Carlsberg für den wichtigen US-Markt. Doch kann dieser strategische Schritt die zuletzt schwächelnde Getränkesparte des Cannabis-Konzerns nachhaltig wieder auf Kurs bringen?
Expansionskurs im Biergeschäft
Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Tilray die Produktion und den Vertrieb der Carlsberg-Marken in den Vereinigten Staaten. Die mehrjährige Vereinbarung umfasst unter anderem die Rechte für Carlsberg Elephant und Kronenbourg 1664 Blanc. Tilray plant, seine bestehende Infrastruktur und sein nationales Vertriebsnetz zu nutzen, um das europäische Premium-Portfolio lokal herzustellen.
Dieser Schritt zielt darauf ab, die Präsenz in den Regalen zu erweitern und das Umsatzwachstum im zweitgrößten Biermarkt der Welt zu beschleunigen. Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre, sofern bestimmte Leistungskriterien erfüllt werden.
Gemischte Bilanz als Hintergrund
Die Kooperation kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Zwar meldete das Unternehmen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar und konnte den Nettoverlust auf 0,41 US-Dollar pro Aktie mehr als halbieren. Allerdings verzeichnete ausgerechnet das Getränkesegment einen Umsatzrückgang von 20 Prozent auf 50,1 Millionen US-Dollar.
Der neue Deal mit Carlsberg adressiert genau diese Schwachstelle im Premium-Segment, während das Cannabis-Geschäft mit einem Umsatzplus von drei Prozent stabil blieb. Besonders das internationale Cannabis-Segment, getrieben durch Entwicklungen in Deutschland und Europa, wuchs bereinigt um Australien um beachtliche 112 Prozent.
Marktreaktion und Analystenhaltung
Anleger honorierten die Strategie: Die Aktie kletterte gestern auf 7,99 US-Dollar und verbuchte ein Plus von 2,04 Prozent, während der S&P 500 und der Nasdaq Verluste hinnehmen mussten. Langfristig steht der Titel jedoch weiterhin unter Druck, mit einem Minus von rund 16 Prozent auf Jahressicht.
Marktbeobachter bleiben vorwiegend abwartend. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 13,33 US-Dollar, wobei die Mehrheit der Experten das Papier derzeit mit "Hold" einstuft.
Ausblick auf April
Der nächste wichtige Termin für Investoren ist der 14. April 2026, wenn Tilray die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Da die Carlsberg-Vereinbarung erst 2027 greift, liegt der Fokus kurzfristig auf der Bestätigung der bereinigten EBITDA-Prognose von 62 bis 72 Millionen US-Dollar sowie den laufenden Kosteneinsparungen. Das Management muss beweisen, dass es die Zeit bis zum Start der neuen Partnerschaft mit operativem Wachstum überbrücken kann.
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