Nach einem wackligen Jahresstart tastet sich die SAP Aktie wieder von der 200-Euro-Zone nach oben. Auslöser sind vor allem eine neue Einschätzung von Barclays und die Verteidigung einer technisch wichtigen Unterstützungsmarke. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Quartalszahlen diese zarte Erholung untermauern können.

Barclays bleibt positiv – trotz niedrigerem Kursziel

Am 7. Januar 2026 hat Barclays sein Kursziel für SAP von 300 auf 270 Euro reduziert, die Einstufung jedoch bei „Overweight“ belassen. Analyst Sven Merkt nimmt damit etwas Tempo aus den kurzfristigen Erwartungen, signalisiert aber zugleich weiter Vertrauen in das grundsätzliche Potenzial des Softwarekonzerns.

Der Markt wertet diese Kombination aus moderater Zielsenkung und bestätigter Kaufempfehlung als eher positives Signal. Die Botschaft: Die Perspektiven für 2026 und 2027 werden vorsichtiger eingeschätzt, ein struktureller Bruch in der Story ist daraus aber nicht abzuleiten.

Wesentliche Punkte der Barclays-Einschätzung aus Marktsicht:

  • Kursziel von 300 € auf 270 € gesenkt
  • Rating bleibt „Overweight“
  • Erwartung gedämpfter, langfristige Story intakt
  • Fokus auf Ergebnispfad 2026/2027

Im Kursverlauf zeigt sich das als leichte Entspannung. Der gestrige Schlusskurs bei 207,95 Euro liegt zwar klar unter den Hochs der vergangenen zwölf Monate, aber wieder spürbar über den jüngsten Tiefs.

Technische Lage um 200 Euro

Charttechnisch bleibt die Zone um 200 Euro der zentrale Orientierungspunkt. Zu Jahresbeginn wurde sie kurz unterschritten, bevor Käufer zurückkehrten.

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Wichtige Marken im Überblick:

  • 52‑Wochen‑Tief: 201,95 € (2. Januar 2026)
  • 52‑Wochen‑Hoch: 280,40 € (13. Februar 2025)
  • Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch: rund -26 %
  • Abstand zum 200‑Tage‑Durchschnitt (236,07 €): knapp -12 %

Mit einem RSI von 51,8 befindet sich die Aktie im neutralen Bereich – also weder klar überkauft noch deutlich überverkauft. Das passt zum Bild einer Phase der Neuorientierung nach einem Rückgang von gut 15 % auf Jahressicht.

Aus technischer Sicht ist die Verteidigung der 200‑Euro-Unterstützung ein wichtiger Baustein. Ein deutlicher und bestätigter Bruch dieser Marke hätte zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen können. Dass es dazu bislang nicht kam, eröffnet die Möglichkeit einer Gegenbewegung in Richtung der gleitenden Durchschnitte um 210 bis 220 Euro.

Blick auf die Zahlen Ende Januar

Die kurzfristige Richtung dürfte vor allem durch die anstehenden Unternehmensdaten bestimmt werden. SAP hat zwei Termine angesetzt:

  • Quartals- und Jahresabschluss Q4/2025: 29. Januar 2026
  • Vollständiger Konzern-Jahresbericht: 26. Februar 2026

Im Fokus stehen vor allem:

  • Wachstum und Profitabilität im Cloud-Geschäft
  • Margenentwicklung im Gesamtkonzern
  • Ausblick für 2026/2027 nach den bereits reduzierten Erwartungen

Die aktuelle Analystenlage signalisiert: Die Euphorie der Vorjahre ist einer nüchterneren Betrachtung gewichen, doch die grundlegenden Wachstumstreiber gelten weiterhin als intakt. Genau das müssen die Q4-Zahlen nun mit harten Daten belegen.

Fazit: Schlüsselzone und Schlüsseltermine

Die SAP Aktie hat sich nach dem kurzen Rutsch auf ein neues 52‑Wochen‑Tief wieder leicht gefangen und notiert derzeit knapp über 200 Euro. Barclays’ Kurszielsenkung auf 270 Euro bei weiter positivem Rating dient dem Markt als Orientierungsanker in einer Phase reduzierter Erwartungen.

Kurzfristig bleibt die Zone zwischen 200 und 210 Euro die zentrale technische Spanne. Gelingt es SAP, diese Unterstützungsregion bis zur Vorlage der Q4-Zahlen am 29. Januar zu behaupten und anschließend mit überzeugenden Daten zum Cloud-Geschäft und zur Margenentwicklung nachzulegen, hätte die Aktie eine realistische Chance auf eine spürbare technische Erholung.

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