SAP Aktie: Investorentreffen abgehalten
SAP verdoppelt sein Betriebsergebnis, kauft für 10 Milliarden Euro eigene Aktien zurück und investiert strategisch in Gesundheitssoftware. Dennoch fällt die Aktie des Walldorfer Konzerns seit Monaten. Der Grund: Ein Wachstumsindikator enttäuschte die Analysten – und offenbart die hohen Erwartungen, unter denen SAP operiert.
Gesundheitsmarkt im Fokus
Der Softwarekonzern beteiligt sich am Münchner HealthTech-Unternehmen Avelios Medical. Die Höhe des Investments bleibt vertraulich, die strategische Absicht ist jedoch klar: SAP zieht sich bis 2030 aus dem klassischen Krankenhaus-Informationssystem-Geschäft (IS-H) zurück. Hunderte Kliniken müssen ihre IT-Infrastruktur neu aufbauen – und genau hier positioniert sich Avelios als Partner.
Die technologische Basis liefert SAPs Business Technology Platform. Darauf entwickelt Avelios sein cloudnatives Krankenhausinformationssystem weiter und nutzt SAP-Services für KI und Datenmanagement. Das 2020 gegründete Unternehmen will klinische Prozesse optimieren und den Dokumentationsaufwand in Kliniken reduzieren.
10 Milliarden für den Rückkauf
Parallel kündigte SAP ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro an. Es folgt auf frühere Rückkäufe von rund 56 Millionen Aktien für etwa 8 Milliarden Euro. Zudem schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor.
Die Zahlen für 2025 fallen eindrucksvoll aus: Der Cloud-Umsatz stieg um 23 Prozent auf 21,02 Milliarden Euro, der Cloud-ERP-Suite-Umsatz legte um 28 Prozent auf 18,12 Milliarden Euro zu. Das IFRS-Betriebsergebnis verdoppelte sich praktisch – ein Plus von 111 Prozent. Das IFRS-Ergebnis je Aktie kletterte um 135 Prozent auf 6,28 Euro, der Free Cashflow nahezu verdoppelte sich auf 8,24 Milliarden Euro.
Ein Indikator bremst
Trotz dieser Kennzahlen steht die Aktie unter Druck. Der Current Cloud Backlog – ein Frühindikator für zukünftige Umsätze – wuchs zwar um 25 Prozent, blieb aber leicht unter den Erwartungen der Analysten. In einem Marktumfeld, das SAP mit Perfektion bepreist, genügte diese Nuance, um Skepsis zu schüren.
Erschwerend kommen geopolitische Unsicherheiten hinzu. SAP selbst verwies auf makroökonomische Volatilität und längere Verhandlungszyklen bei Großdeals. Gleichzeitig etabliert sich SAP Business AI als Wachstumstreiber – die KI-Lösung war im vierten Quartal in zwei Dritteln des Cloud-Auftragseingangs enthalten.
Ausblick: Wachstum geplant
Für 2026 prognostiziert SAP einen Cloud-Umsatz von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro – ein Wachstum von 23 bis 25 Prozent. Das Non-IFRS-Betriebsergebnis soll zwischen 11,9 und 12,3 Milliarden Euro liegen. Der öffentliche Cloud-Auftragseingang wuchs 2025 mehr als fünfmal schneller als der Private-Cloud-Bereich und macht nun fast die Hälfte des gesamten Auftragseingangs aus.
Am 23. April 2026 legt SAP die nächsten Quartalszahlen vor. Bereits am 3. März nimmt das Unternehmen an der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference teil. Ob die Kombination aus Aktienrückkäufen, strategischen Investments und KI-getriebenen Umsätzen ausreicht, um das Vertrauen des Kapitalmarkts zurückzugewinnen, wird sich dann zeigen.
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