SAP Aktie: Erholung dank US-Konkurrenz
Die SAP-Aktie kletterte heute um über vier Prozent und führte damit das DAX-Feld an. Verantwortlich für den Kurssprung waren überraschend positive Signale von US-Softwarekonzernen Salesforce und Snowflake, die nach ihren Quartalszahlen zulegten. Doch kann die Erholung nachhaltig sein, wenn gleichzeitig die Millionengehälter der Vorstände für Diskussionen sorgen?
CEO Klein kassiert 16,2 Millionen Euro
SAP-Chef Christian Klein verdiente 2025 gut 16,2 Millionen Euro – rund 90 Prozent davon erfolgsabhängige Boni. Im Vergleich zu 2024, als Klein mit fast 19 Millionen Euro zum Spitzenverdiener unter den DAX-Vorstandschefs aufstieg, fällt die Vergütung etwas geringer aus. Der Rückgang liegt vor allem am schwächeren Aktienkurs, der den Wert der langfristigen Aktienkomponenten minderte. 2023 hatte Klein noch 7,2 Millionen Euro erhalten.
Der gesamte SAP-Vorstand kam 2025 auf 32,7 Millionen Euro, nach 34,6 Millionen Euro im Vorjahr. Das komplexe Vergütungssystem setzt sich aus Festvergütung und kurz- sowie langfristigen Boni zusammen, wobei letztere vom Erreichen bestimmter Vorgaben abhängen.
Operative Stärke trifft auf KI-Sorgen
Operativ lieferte SAP 2025 solide Zahlen: Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro, getrieben vom starken Cloud-Geschäft. Der Gewinn verdoppelte sich auf 7,5 Milliarden Euro – allerdings auch, weil 2024 hohe Rückstellungen für den Stellenabbau belasteten.
Dennoch hat die Aktie seit ihrem Hoch vor einem Jahr über 40 Prozent an Wert verloren. Die Angst vor einer KI-bedingten Bedrohung des Geschäftsmodells wiegt schwer. Die heutige Erholung verdankt SAP ausgerechnet Salesforce: Obwohl dessen Ausblick enttäuschte, zeigen erste Erfolge mit dem KI-Tool Agentforce, dass die Monetarisierung von KI-Anwendungen möglich ist. Auch Snowflake sorgte für optimistische Töne rund um KI-Perspektiven.
Analysten wie Gabriela Borges von Goldman Sachs betonen jedoch: Entscheidend wird sein, ob Softwarekonzerne sinnvollere KI-Lösungen als neue Konkurrenten bieten können – und diese dann auch gewinnbringend vermarkten. Für SAP bleibt das die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre.
Die Dividende soll auf 2,50 Euro steigen, 15 Cent mehr als 2024. Damit hält SAP an seiner Strategie fest, 40 Prozent des bereinigten Gewinns auszuschütten. Langfristig bleibt die Kursentwicklung trotz des jüngsten Einbruchs positiv – doch die nächsten Quartale werden zeigen, ob SAP im KI-Zeitalter bestehen kann.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








