Amazon definiert seine KI-Strategie neu und setzt dabei massiv Kapital ein. Der Tech-Gigant investiert unglaubliche 50 Milliarden Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI und fordert damit die Konkurrenz direkt heraus. Bei diesem Schritt geht es jedoch nicht nur um eine finanzielle Beteiligung, sondern um die technologische Hoheit in der Cloud und bei der Chip-Infrastruktur der Zukunft.

Ein Deal der Superlative

Die Transaktion ist Teil einer der größten privaten Finanzierungsrunden der Wirtschaftsgeschichte. Insgesamt sammelt OpenAI 110 Milliarden Dollar ein, was die Bewertung des KI-Unternehmens auf astronomische 730 Milliarden Dollar katapultiert. Amazon bringt dabei zunächst 15 Milliarden Dollar sofort ein, während die restlichen 35 Milliarden Dollar an spezifische Meilensteine geknüpft sind. Neben Amazon beteiligen sich auch Nvidia und SoftBank mit jeweils 30 Milliarden Dollar an der Runde.

Für Anleger ist entscheidend, wie Amazon diese gewaltige Summe strategisch hebelt. Der Konzern sichert sich nicht nur Anteile, sondern vertieft die operative Integration von OpenAI in seine eigene Cloud-Sparte AWS massiv.

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Milliarden für die Cloud-Dominanz

Das Kernstück der Vereinbarung betrifft die Infrastruktur. AWS wird zum exklusiven "Third-Party Cloud Distributor" für die OpenAI Frontier-Modelle ernannt. Gleichzeitig wird eine bestehende Vereinbarung drastisch ausgeweitet: Über einen Zeitraum von acht Jahren fließen zusätzliche 100 Milliarden Dollar in die Cloud-Infrastruktur-Verpflichtungen zwischen den beiden Parteien.

Besonders interessant ist der Hardware-Aspekt. OpenAI verpflichtet sich, Rechenkapazitäten im Umfang von zwei Gigawatt zu nutzen, die auf Amazons eigenen "Trainium"-Prozessoren laufen. Ab 2027 sollen hierfür die neuen Generationen Trainium3 und Trainium4 zum Einsatz kommen. Dies ist ein klares Signal, dass Amazon seine Unabhängigkeit im Chip-Markt vorantreiben und eigene Hardware-Standards etablieren will.

Marktlage und Ausblick

Trotz der engen Bindung zwischen OpenAI und Microsoft bleibt die bestehende Partnerschaft dort unberührt. Amazon gelingt es jedoch mit diesem Schachzug, das Ökosystem für fortschrittliche Sprachmodelle deutlich zu diversifizieren und sich als unverzichtbarer Infrastruktur-Partner zu positionieren. Die Aktie zeigte sich angesichts der enormen Investitionssummen stabil und notiert aktuell bei 177,72 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,86 Prozent entspricht.

Mit diesem massiven Kapitaleinsatz wettet Amazon darauf, dass die Kombination aus eigener Chip-Technologie und der führenden KI-Software die Cloud-Margen langfristig sichern wird. Die tiefe Integration in die AWS-Plattform Bedrock dürfte zudem die Attraktivität für Firmenkunden deutlich erhöhen.

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