SAP Aktie: Viel Bewegung
Bei SAP prasseln gerade mehrere Themen gleichzeitig auf Anleger ein: neue Jahreszahlen, ein teurer Schlussstrich unter einen Rechtsstreit und Rückenwind aus den USA. Das ergibt ein selten klares Bild aus Chancen und Kosten – und erklärt, warum der Titel trotz der zuletzt schwachen Monatsbilanz wieder etwas Luft holt.
Zahlen, Strategie – und bestätigter Ausblick
Mit dem Integrated Report 2025 und dem US-Jahresbericht (Form 20-F) legt SAP die geprüften Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten für 2025 auf den Tisch. Unterm Strich stehen 36,8 Mrd. Euro Umsatz (+8%) und ein Nettogewinn von 7,5 Mrd. Euro. Dass sich der Gewinn verdoppelt hat, ist allerdings auch dem Vorjahreseffekt geschuldet: 2024 hatten Rückstellungen für den Stellenabbau belastet.
Spannender für den Blick nach vorn bleibt das Cloud-Geschäft. Die Cloud-Erlöse stiegen 2025 auf 21,02 Mrd. Euro (+26%), die Cloud ERP Suite sogar auf 18,12 Mrd. Euro (+32%). Gleichzeitig wuchs der Anteil planbarer Erlöse aus Abonnements und Support auf 86% des Umsatzes – ein Stabilitätsanker, den der Markt in unsicheren Phasen meist höher bewertet.
Für 2026 bestätigte SAP den Cloud-Ausblick von 25,8 bis 26,2 Mrd. Euro. Als Treiber nennt der Konzern unter anderem Business AI und die SAP Business Data Cloud. Genau hier hängt auch die entscheidende Frage für die nächsten Quartale: Kommt KI als Wachstumsbeschleuniger in der Breite an – oder bleibt es zunächst bei hohen Erwartungen?
480 Mio. Dollar: Rechtsstreit vom Tisch
Ein klarer Kostenblock kommt aus dem Vergleich mit Teradata. SAP zahlt brutto 480 Mio. US-Dollar, um alle seit 2018 anhängigen Klagen beizulegen. Teradata hatte unter anderem die unrechtmäßige Nutzung von Geschäftsgeheimnissen sowie wettbewerbswidrige Bündelungsvorwürfe in den Raum gestellt. Der Vergleich trat bereits am 19. Februar in Kraft.
Für SAP ist vor allem eines wichtig: Die jahrelange juristische Hängepartie ist beendet und ein zuvor schwer kalkulierbares Prozessrisiko wird zu einer festen Zahl. Das macht die Lage berechenbarer, auch wenn die Summe alles andere als klein ist.
Stimmungswechsel im Softwaresektor – Aktie bleibt technisch angeschlagen
Zusätzlichen Rückenwind lieferte zuletzt die Stimmung im Enterprise-Software-Sektor, nachdem Salesforce mit seinen Zahlen für Bewegung sorgte. Für SAP passt das ins Bild: Wenn US-Peers zeigen, dass KI-Produkte im Vertrieb anziehen, sinkt kurzfristig die Angst vor „KI-Disruption“ im Sektor.
Trotzdem: Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Aktie mit -12,21% deutlich im Minus, seit Jahresanfang sind es -14,14%. Mit 173,44 Euro (Schlusskurs Donnerstag) notiert der Titel zudem klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 189,08 Euro – ein Hinweis, dass der mittelfristige Trend noch nicht gedreht hat. Gleichzeitig ist der Abstand zum 52‑Wochentief (166,66 Euro) mit gut 4% gering. Der Markt sucht also erkennbar nach einem stabilen Boden.
Im Kalender steht der nächste harte Datenpunkt bereits fest: Am 23. April 2026 legt SAP den nächsten Quartalsbericht vor. Dann wird sich zeigen, ob das Cloud-Wachstum und der bestätigte Ausblick die Vergleichszahlung überstrahlen – und ob die Aktie genügend Fundament hat, um sich wieder näher an ihre gleitenden Durchschnitte heranzuschieben.
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