Während Micron Technology mit einer Milliardeninvestition in Indien seine globale Präsenz ausbaut, herrscht auf dem Weltmarkt der Ausnahmezustand. Der Grund ist der unersättliche Hunger nach Künstlicher Intelligenz: Die Bestände an speziellen Hochleistungsspeichern sind für das gesamte Jahr 2026 bereits vollständig vergriffen. Dies löst eine Kettenreaktion aus, die weit über die Halbleiterbranche hinausreicht und Hersteller von Smartphones bis hin zu Laptops unter Druck setzt.

Milliarden-Projekt in Indien

Um die Abhängigkeit von bestehenden Lieferketten zu verringern, weiht Micron am morgigen Samstag seine erste große Montage- und Testanlage im indischen Sanand, Gujarat, ein. Das Projekt im Rahmen der "National Semiconductor Mission" umfasst ein Investitionsvolumen von rund 2,7 Milliarden US-Dollar (ca. 22.516 Crore Rupien).

In der neuen Anlage liegt der Fokus auf der Endfertigung von DRAM- und NAND-Flash-Speichern. Diese Komponenten sind essenziell für Rechenzentren, Smartphones und KI-Systeme. Zum Start beschäftigt das Werk bereits 2.000 Mitarbeiter, wobei die Belegschaft im Zuge der Produktionshochlaufs auf 5.000 anwachsen soll.

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KI-Boom verdrängt Verbraucher-Chips

Die physische Expansion trifft auf eine Marktlage, die von extremer Knappheit geprägt ist. Berichten zufolge sind die Lagerbestände für High-Bandwidth Memory (HBM) – dem Treibstoff für KI-Anwendungen – sowohl bei Micron als auch beim Konkurrenten SK Hynix für den Rest des Jahres 2026 komplett ausverkauft.

Die Hersteller reagieren auf diesen Ansturm mit einer radikalen Umschichtung der Kapazitäten. Fertigungslinien, die bisher für Standard-DRAM-Chips (etwa für PCs) genutzt wurden, werden nun für die deutlich profitableren KI-Speicher umgerüstet. Diese Priorisierung führt zu einem massiven globalen Mangel an Arbeitsspeicher für klassische Elektronikgeräte.

Harte Folgen für den Smartphone-Markt

Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind vor allem die Hersteller von Unterhaltungselektronik. Die Verknappung treibt die Produktionskosten in die Höhe und sorgt für Verzögerungen bei Laptops und Spielekonsolen. Besonders hart trifft es den Smartphone-Sektor: Prognosen von IDC gehen davon aus, dass die weltweiten Auslieferungen im Jahr 2026 um 12,9 Prozent auf nur noch rund 1,1 Milliarden Einheiten einbrechen werden.

Trotz der gefüllten Auftragsbücher zeigt sich die Micron-Aktie im heutigen Handel mit einem Minus von 2,36 Prozent auf 343,90 Euro etwas schwächer, notiert aber seit Jahresanfang immer noch knapp 28 Prozent im Plus. Analysten rechnen damit, dass die Versorgungsengpässe und die damit verbundenen Störungen in der Lieferkette bis zum Jahresende 2026 anhalten werden.

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