SAP Aktie: Doppelschlag trifft hart
Die SAP-Aktie gerät unter massiven Druck. Am Montag sackte der Titel via XETRA zeitweise um 4,03 Prozent auf 166,80 Euro ab und markierte damit das Schlusslicht im DAX. Verantwortlich für den Kursrutsch ist eine toxische Mischung aus geopolitischen Risiken und technologischem Gegenwind.
US-Präsident Donald Trump droht erneut mit neuen Zöllen, nachdem das oberste US-Gericht seine bisherige Zollpolitik kurz vor dem Wochenende kassiert hatte. Die Unsicherheit nimmt zu, Marktbeobachter sprechen bereits von einem Zollchaos. Für exportorientierte Technologiekonzerne wie SAP eine giftige Gemengelage – die Planungsgrundlage wird immer unsicherer.
Anthropic setzt Software-Branche unter Druck
Doch es kommt noch dicker. Der OpenAI-Konkurrent Anthropic stellte am Freitag ein neues Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude vor, das Codebasen automatisch auf Sicherheitslücken scannt und gezielte Software-Patches zur manuellen Überprüfung vorschlägt. Die Ankündigung löste eine Verkaufswelle in der gesamten Software- und Cybersicherheitsbranche aus.
In den USA setzten mit dem Börsenstart die Verluste fort: Zscaler brachen um 8,51 Prozent auf ein Tief seit Herbst 2023 ein. Salesforce und Oracle büßten jeweils mehr als 6 Prozent ein, Cloudflare verloren 7 Prozent, Palo Alto Networks gaben um 2 Prozent nach. Die Sorge der Anleger: Könnte KI-gestützte Automatisierung klassische Software-Geschäftsmodelle schneller unter Druck setzen als gedacht?
Export-Riesen im Visier
Während defensive Sektoren wie Versorger, Versicherungen und Telekommunikation sich besser hielten, traf es die exportlastigen Branchen besonders hart. Neben Technologie verbuchten auch Automobil und Chemie deutliche Verluste. Im MDAX stürzte TeamViewer sogar auf ein Rekordtief, der Titel fiel um 5,11 Prozent auf 4,60 Euro.
Für SAP bedeutet die aktuelle Gemengelage eine doppelte Belastung: Als Softwarekonzern mit hoher US-Exposition leidet man unter der Zollunsicherheit. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerbsdruck durch neue KI-Tools, die etablierte Geschäftsmodelle in Frage stellen. Die Anleger reagieren nervös – und verkaufen erstmal.
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