Siemens Energy Aktie: Dividende und Gamesa-Streit
Siemens Energy zahlt erstmals seit 2022 wieder eine Dividende – doch die Freude wird überschattet von einer heftigen Kontroverse um die Zukunft der Windkrafttochter Gamesa. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Berlin prallten die Positionen aufeinander: Während ein US-Aktivist auf einen Spin-off drängt, warnt ein Großaktionär vor einem Verkauf unter Wert.
0,70 Euro je Aktie – fast einstimmig
Die Aktionäre haben die Ausschüttung von 0,70 Euro je Aktie mit 99,99 Prozent der Stimmen gebilligt. Die Dividende basiert auf einem Nettoergebnis von 1,685 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025. Ex-Dividenden-Tag ist Freitag, der 27. Februar. 800 Aktionäre waren persönlich in der STATION Berlin dabei, insgesamt waren 66,10 Prozent des stimmberechtigten Kapitals vertreten.
Deka warnt vor Gamesa-Verschleuderung
Deutliche Worte fand Ingo Speich von Deka Investment: Ein Verkauf von Siemens Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt käme einer Verschleuderung gleich. Der Top-20-Aktionär forderte das Management auf, die Windkraftsparte nicht unter Wert abzugeben. Die Debatte hatte sich verschärft, nachdem der US-Aktivist Ananym im Dezember 2025 eine Abspaltung gefordert hatte. Ananym argumentiert, ein Spin-off würde den Aktionärswert steigern, und betonte vor der Hauptversammlung, konstruktive Gespräche mit der Konzernführung geführt zu haben.
CEO Bruch: Erst stabilisieren, dann entscheiden
Christian Bruch zeigt sich grundsätzlich offen für einen Spin-off, setzt aber andere Prioritäten. Zunächst müsse das Geschäft stabilisiert werden. Siemens Gamesa verbuchte im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Verlust von 1,36 Milliarden Euro und soll im laufenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Bruch stellte klar: Bis 2028 brauche es einen klaren Pfad zu zweistelligen Renditen – deutlich über der für Gamesa anvisierten Gewinnmarge von 3–5 Prozent. Deutsche Großinvestoren stützen diese Strategie.
Rekordquartal als Rückenwind
Die Hauptversammlung findet vor dem Hintergrund starker operativer Zahlen statt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Siemens Energy einen Rekordauftragseingang von 17,6 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 8,2 Prozent auf 9,68 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Sondereffekten verdoppelte sich mehr als. Das Nettoergebnis lag bei 746 Millionen Euro nach 252 Millionen Euro im Vorjahr. Siemens Gamesa verengte den operativen Verlust von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro.
Anfang Februar hatte der Konzern zudem eine Milliarden-Investition in den US-Markt angekündigt. Die Mittel fließen in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Netz- und Gasturbinenausrüstung, um die steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren zu bedienen.
Kurskorrektur nach Rekordhoch
Nach dem Allzeithoch von 171,65 Euro am Mittwoch gab die Aktie am Donnerstag rund drei Prozent nach. Die nächsten Quartalsergebnisse am 12. Mai dürften zeigen, ob Siemens Gamesa den anvisierten Break-even tatsächlich erreicht. Damit wird sich auch klären, ob die Stabilisierungsstrategie von CEO Bruch aufgeht – oder ob der Druck auf eine Abspaltung weiter steigt.
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