Feintool hat heute die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert und zeigt eine deutliche Verbesserung der Ertragskraft. Trotz sinkender Umsatzzahlen kehrte der Konzern auf operativer Ebene in die Gewinnzone zurück. Kann die strikte Kostendisziplin die anhaltende Schwäche im europäischen Markt dauerhaft kompensieren?

Kostendisziplin stützt das Ergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz um 8,1 Prozent auf 661,4 Millionen Schweizer Franken. Währungsbereinigt betrug das Minus 4,7 Prozent. Dennoch gelang dem Unternehmen ein Turnaround beim operativen Ergebnis: Nach einem Vorjahresverlust von 49,3 Millionen Franken wies Feintool für 2025 ein positives EBIT von 4,7 Millionen Franken aus.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind primär konsequent umgesetzte Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen, welche die Gewinnschwelle senkten. Unter dem Strich verblieb zwar ein Nettoverlust von 8,0 Millionen Franken, dieser fiel jedoch wesentlich geringer aus als der Vorjahresfehlbetrag von 44,7 Millionen Franken. Auf eine Dividendenausschüttung verzichtet der Verwaltungsrat angesichts der Ergebnislage.

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Rekord in den USA fängt Europa-Schwäche ab

Die regionalen Märkte entwickelten sich höchst unterschiedlich. Während die Umsätze in Europa um 12,4 Prozent und in Asien um 10,3 Prozent nachgaben, verzeichneten die USA ein Rekordjahr. Dort stiegen die Erlöse um 2,8 Prozent auf 199,8 Millionen Franken, wobei das Geschäft im zweiten Halbjahr mit einem Plus von 15,0 Prozent besonders stark anzog.

Der Rückgang in Europa und Asien resultiert laut Unternehmensangaben vor allem aus einer gedämpften Nachfrage nach Elektroblechkomponenten für die E-Mobilität. Marktüberkapazitäten führten dazu, dass Fahrzeugprogramme in diesen Regionen verschoben oder gestrichen wurden.

Managementwechsel und Margenziel

Im Management stehen personelle Veränderungen an. Zum 1. März übernimmt Marc Hundsdorf den Posten des CFO von Thomas Erne. Zudem wird Heinz Loosli bei der Generalversammlung am 29. April nach 28 Jahren im Unternehmen nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat antreten.

Für das laufende Jahr 2026 erwartet die Konzernleitung in Europa weiterhin ein anspruchsvolles Umfeld, setzt jedoch auf die Fortsetzung der positiven Dynamik aus den USA und Asien. Das Management bekräftigte das mittelfristige Ziel, eine EBIT-Marge von über 6 Prozent zu erreichen.

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