Nach dem heftigen Kursrutsch zu Jahresbeginn steuert der Softwarekonzern aktiv gegen die negative Marktstimmung. Mit einer angehobenen Dividende und einem laufenden Milliarden-Rückkaufprogramm will Walldorf das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. Gleichzeitig springen Analysten dem Tech-Riesen in der aufgeheizten Debatte um KI-Risiken zur Seite.

Schutzgraben gegen KI-Disruption

Mitten in der Sektor-Korrektur liefert das Analysehaus Bernstein ein wichtiges Argument für SAP-Aktionäre. Während viele Softwarewerte unter der Sorge leiden, dass generative künstliche Intelligenz ihre Geschäftsmodelle bedroht, bescheinigen die Experten den Walldorfern ein vorteilhaftes Risikoprofil.

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Der entscheidende Faktor ist die tiefe Verankerung in den Unternehmensprozessen der Kunden. Die hohen Wechselkosten – bedingt durch komplexe Migrationen, notwendige Schulungen und den Integrationsaufwand – fungieren als effektiver Schutzgraben. Analysten sehen hier eine Barriere, die SAP besser vor schnellem Wettbewerb durch neue KI-Anbieter schützt als viele Branchenkollegen. Diese Einschätzung stützt den Kurs, der zuletzt bei rund 170 Euro einen Boden suchte.

Dividende und Rückkäufe als Signal

Das Management unterstreicht seine Zuversicht mit konkreten Kapitalmaßnahmen. Der Vorschlag einer Dividende von 2,50 Euro je Aktie entspricht einer Anhebung um über sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, obwohl die Ausschüttungsquote sinkt. Dies spiegelt die gestiegene Profitabilität wider.

Noch schwerer wiegt das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende 2027 plant SAP, eigene Anteile im Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro vom Markt zu nehmen. Die erste Tranche läuft bereits seit Anfang Februar. Marktbeobachter werten dies als Indiz, dass die Führungsetage die aktuelle Bewertung nach dem Rückgang von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn für nicht gerechtfertigt hält.

Ausblick: Berichtswoche steht an

Der drastische Abstand zum 52-Wochen-Hoch von über 273 Euro resultierte primär aus enttäuschten Erwartungen beim Cloud-Backlog Ende Januar. Nun richtet sich der Fokus auf den 26. Februar: Die Veröffentlichung des Integrierten Berichts 2025 wird tiefere Einblicke in die Nachhaltigkeitskennzahlen und die strategische Ausrichtung geben. Anleger werden genau prüfen, ob die Balance zwischen den massiven Investitionen und den versprochenen Margenverbesserungen gewahrt bleibt.

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