SAP Aktie: Dividende erhöht
SAP setzt zum Wochenstart gleich zwei Signale: Der Konzern will die Dividende anheben – und gleichzeitig bleibt das Umfeld für Tech-Werte wegen der US-Zollpolitik schwer kalkulierbar. Genau diese Mischung aus Zuversicht und Unsicherheit prägt aktuell die Wahrnehmung der Aktie. Kann die höhere Ausschüttung den Kurs nach dem jüngsten Rücksetzer stabilisieren?
Dividende rauf – Quote sinkt
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 19. Februar für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vorgeschlagen. Das wären +0,15 Euro bzw. +6,4% gegenüber dem Vorjahr.
Auffällig: Trotz höherer Gesamtausschüttung liegt die Ausschüttungsquote bei 40,7% und damit klar unter dem Vorjahreswert (52,0%). Der Grund laut Vorlage: ein gestiegenes Ergebnis. SAP bleibt damit bei der eigenen Linie, mindestens 40% des Non-IFRS-Gewinns nach Steuern auszuschütten.
Für Aktionäre sind die Termine klar abgesteckt:
- Nachweisstichtag: 5. Mai 2026
- Ex-Tag: 6. Mai 2026
- Zahlung: 8. Mai 2026
US-Zölle: Entlastung – und neue Unsicherheit
Am Freitag sorgte ein Urteil des US Supreme Court (6:3) für Bewegung: Die unter dem IEEPA verhängten Trump-Zölle wurden für rechtswidrig erklärt. Laut Reuters betrifft das rund 75% der im vergangenen Jahr eingeführten Importzölle. Die Märkte reagierten erleichtert.
Doch die Entspannung hat einen Haken. Trump kündigte unmittelbar nach dem Urteil an, neue Zölle über Section 122 des Trade Act von 1974 anstoßen zu wollen. Am Wochenende hob er den angekündigten neuen Globaltarif laut Quelle von 10% auf 15% an. Für international tätige Technologieunternehmen bleibt das Handelsthema damit ein Unsicherheitsfaktor.
Aktie bleibt angeschlagen
Die Dividendenmeldung trifft auf eine Aktie, die seit Wochen eher nach Halt sucht als nach Rückenwind. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 172,12 Euro. Auf 30 Tage steht ein Minus von 13,04%, auf 12 Monate sogar -36,60%. Dazu passt die technische Lage: Der Kurs liegt rund 10,46% unter dem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen, dass der kurzfristige Trend zuletzt abwärts zeigte.
Im Quelltext wird der Druck vor allem mit den Quartalszahlen Ende Januar verknüpft: Das Cloud-Vertragswachstum blieb hinter den Markterwartungen zurück. Gleichzeitig steht der Sektor unter Gegenwind, weil Investoren die Auswirkungen schneller KI-Fortschritte auf etablierte Softwaremodelle neu bewerten.
Zum Wochenauftakt bleibt damit ein Spannungsfeld: SAP unterstreicht zwar Ertragskraft über die Dividende, aber der Kurs spiegelt weiterhin Skepsis nach den Q4-Signalen und die anhaltende Zoll-Unsicherheit wider. Der nächste konkret benannte Termin ist der Ex-Tag am 6. Mai 2026 – bis dahin dürfte die Aktie vor allem an der Stimmung für Softwarewerte und am politischen Zoll-Nachrichtenfluss hängen.
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