SAP Aktie: KI-Tool schockt
Der Wochenstart beginnt unerfreulich für SAP. Die Aktie sackte am Montag um über 3,5 Prozent auf 167,65 Euro ab und landete damit auf dem letzten Platz im DAX. Auslöser war ein neues Sicherheitstool des OpenAI-Konkurrenten Anthropic, das am Wochenende vorgestellt wurde und prompt die gesamte Software- und Cybersicherheitsbranche unter Druck setzte.
Anthropic erschüttert Software-Sektor
Das neue Tool von Anthropic scannt Codebasen automatisch auf Sicherheitslücken und schlägt gezielte Software-Patches zur manuellen Überprüfung vor. Was nach einem technischen Detail klingt, entpuppt sich als Frontalangriff auf etablierte Geschäftsmodelle. Nicht nur SAP traf es: In den USA brachen Zscaler um 6,5 Prozent ein, Salesforce und Oracle verloren jeweils über 4 Prozent. Auch Cloudflare und Palo Alto Networks mussten deutlich Federn lassen. Im MDAX rutschte TeamViewer sogar auf ein Rekordtief und büßte 5,6 Prozent ein.
Die Botschaft ist eindeutig: Aufgaben, für die Unternehmen bisher teure Softwarelizenzen brauchten, erledigen KI-Modelle zunehmend günstiger, schneller und flexibler. Die Frage "Wozu brauchen wir das überhaupt noch?" dürfte in immer mehr Finanzabteilungen gestellt werden.
Trump verstärkt den Druck
Als wäre die KI-Bedrohung nicht genug, verschärft sich parallel das Zollchaos. US-Präsident Donald Trump droht mit neuen Zöllen, nachdem das oberste US-Gericht seiner bisherigen Zollpolitik eine Abfuhr erteilte. Export-Riesen wie SAP leiden besonders unter der Unsicherheit. Während defensive Branchen wie Versorger, Versicherungen und Telekommunikation sich behaupteten, gerieten Technologie, Automobil und Chemie unter die Räder.
SAP steht vor einem Dilemma: Vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 274 Euro im Juni 2025 ist die Aktie auf zeitweise unter 160 Euro gefallen – ein Verlust von deutlich über 30 Prozent. CEO Christian Klein beteuert zwar, SAP arbeite intensiv am Thema KI. Doch kleinere, agilere Anbieter bauen bereits Lösungen, die direkt auf KI setzen – ohne den historischen Ballast eines Konzernriesen. Die bisherigen Anzeichen deuten nicht darauf hin, dass die Transformation schnell genug gelingt.
Charttechnik bleibt angespannt
Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei etwa 228 Euro, die Aktie notiert weit darunter. Erste Unterstützung findet sich zwischen 157 und 162 Euro. Hält dieser Bereich nicht, droht ein Rutsch auf 144 bis 150 Euro oder sogar bis 130 Euro. Ein Befreiungsschlag wäre erst über 180 Euro zu erwarten – davon ist SAP derzeit meilenweit entfernt. Die Quartalszahlen im April könnten Klarheit bringen, ob sich das Bild verbessert. Wenn nicht, bleibt das Risiko weiterer Kursverluste real.
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