SAP und das französische Tech-Beratungsunternehmen Sopra Steria haben auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine strategische Allianz geschlossen. Die Partnerschaft zielt darauf ab, eine europäische Alternative für den Betrieb geschäftskritischer IT-Systeme zu etablieren – mit voller Datenkontrolle auf europäischem Boden. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und strenger werdender EU-Regularien könnte das Timing kaum passender sein.

Souveränität als Geschäftsmodell

Die Kooperation adressiert einen wachsenden Bedarf: Regierungen, Verteidigungseinrichtungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen suchen nach Cloud-Lösungen, die weder amerikanischen noch chinesischen Jurisdiktionen unterliegen. SAP steuert die technologische Plattform bei, während Sopra Steria die Implementierung in hochsensiblen Umgebungen übernimmt – etwa in Behörden oder Energieversorgern.

Die Wahl der Münchner Sicherheitskonferenz als Bühne unterstreicht die politische Dimension des Vorhabens. Für SAP bedeutet die Allianz einen strategischen Schritt in einen Markt, der von regulatorischen Anforderungen getrieben wird und weniger vom Preiswettbewerb mit US-Hyperscalern.

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Operative Agenda bleibt voll

Parallel zur Cloud-Offensive bleibt SAP im Tagesgeschäft aktiv. Ab heute präsentiert der Konzern auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf Handelstechnologie. Zudem schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividendenerhöhung auf 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor – ein Signal, dass die operative Entwicklung trotz strategischer Investitionen stabil verläuft.

Die Aktie hat in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren und notiert aktuell rund 23 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob die neue Partnerschaft mittelfristig Impulse liefert, hängt davon ab, wie schnell sich das Thema digitale Souveränität in konkrete Aufträge übersetzt.

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