Während die meisten DAX-Konzerne noch über Künstliche Intelligenz diskutieren, macht Daimler Truck ernst: Der Nutzfahrzeughersteller hat als eines der ersten DAX-40-Unternehmen eine Open-Source-KI-Plattform für alle Mitarbeiter ausgerollt. Gleichzeitig rückt die Jahresbilanzkonferenz näher – und die Frage, wie der Konzern das schwierige Jahr 2025 finanziell gemeistert hat.

Open Source statt Eigenbau

Am 18. Februar verkündete das Unternehmen den unternehmensweiten Start von LibreChat, einer KI-Plattform auf Open-Source-Basis. Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam mit Amazon Web Services. Das Besondere: Mitarbeiter können eigene KI-Agenten und Chatbots erstellen und diese mit Kollegen teilen. Die Plattform nutzt verschiedene Sprachmodelle wie GPT und Claude sowie Tools zur Bildgenerierung.

Bereits in der Pilotphase entwickelten mehrere tausend Beschäftigte über 800 eigene KI-Anwendungen. Mit diesem Ansatz setzt Daimler Truck bewusst auf Dezentralisierung statt auf zentrale IT-Lösungen – ein Strategiewechsel, der die Innovationsgeschwindigkeit erhöhen soll.

Absatzrückgang belastet 2025

Die operativen Zahlen des vergangenen Jahres liefern allerdings ein gemischtes Bild. Mit 422.510 ausgelieferten Lkw und Bussen verzeichnete der Konzern einen Rückgang von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders Nordamerika schwächelte mit einem Minus von 26 Prozent auf 141.814 Einheiten. Mercedes-Benz Trucks hielt sich dagegen mit 159.871 Fahrzeugen stabil.

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Ein Lichtblick kommt aus dem Elektrobereich: Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge legte um 67 Prozent auf 6.726 Einheiten zu. Die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 will CEO Karin Rådström am 12. März präsentieren.

Mercedes-Benz will Beteiligung reduzieren

Zusätzliche Bewegung brachte Mitte Februar die Ankündigung von Mercedes-Benz, einen Teil seiner rund 35-prozentigen Beteiligung an Daimler Truck zu veräußern. CFO Harald Wilhelm kündigte für Mai konkrete Details zur Größe der Transaktion an. Die Erlöse sollen an die Mercedes-Benz-Aktionäre fließen. Die gesamte Beteiligung wird auf etwa 12 Milliarden Euro taxiert.

Elektro-Offensive nimmt Fahrt auf

Parallel treibt Daimler Truck die Elektrifizierung der Flotte voran. Der batterieelektrische eArocs 400 absolvierte im Februar erfolgreich Wintertests bei minus 20 Grad nahe dem Polarkreis. Der erste eActros 600 für den Fernverkehr wurde bereits nach Chile ausgeliefert. Und Ende Januar stellte das Unternehmen den Wasserstoff-Lkw NextGenH2 mit über 1.000 Kilometern Reichweite vor – eine Kleinserie von 100 Einheiten soll ab Ende 2026 im Werk Wörth vom Band laufen.

Die Aktie notiert aktuell rund 14 Prozent über ihrem Jahresstartwert und hat sich damit vom Vorjahrestief von 31,01 Euro deutlich erholt. Am 12. März dürfte die Jahresbilanz zeigen, ob die operative Schwäche in Nordamerika durch andere Regionen und Segmente ausgeglichen werden konnte.

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