Eli Lilly startet mit zwei strategischen Großdeals in die Handelswoche. Der US-Pharmakonzern gibt am Montag gleich zwei Milliarden-Transaktionen bekannt – eine Übernahme für bis zu 2,4 Milliarden Dollar und eine Forschungspartnerschaft mit einem Volumen von bis zu 8,5 Milliarden Dollar. Beide Deals zielen darauf ab, die Pipeline in Immunologie und Onkologie massiv auszubauen.

Übernahme von Orna Therapeutics

Im Zentrum steht die Akquisition von Orna Therapeutics für bis zu 2,4 Milliarden Dollar in bar. Eli Lilly sichert sich damit Zugang zu einer proprietären Plattform für zirkuläre RNA (oRNA). Anders als herkömmliche lineare RNA bietet diese Technologie eine höhere Stabilität und könnte dadurch länger anhaltende therapeutische Effekte ermöglichen.

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Orna kombiniert zirkuläre RNA mit Lipid-Nanopartikeln, um Zellen direkt im Körper des Patienten zu modifizieren – ein sogenannter "In-vivo"-Ansatz. Das Leitprogramm ORN-252 zielt auf CD19 ab und soll bei B-Zell-vermittelten Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommen. Die Technologie könnte eine Alternative zu herkömmlichen Zelltherapien darstellen, die bislang aufwendige externe Zellverarbeitung erfordern.

Partnerschaft mit Innovent Biologics ausgebaut

Parallel dazu erweitert Eli Lilly die bestehende Kooperation mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Innovent Biologics. Die strategische Allianz – bereits die siebte zwischen beiden Partnern – konzentriert sich auf neue Wirkstoffe in Onkologie und Immunologie.

Innovent erhält eine Vorabzahlung von 350 Millionen Dollar. Hinzu kommen potenzielle Meilensteinzahlungen für Entwicklung, Zulassungen und kommerzielle Erfolge von bis zu 8,5 Milliarden Dollar. Die Aufgabenteilung ist klar geregelt: Innovent führt die Programme bis zum klinischen "Proof-of-Concept" (Phase II) in China. Eli Lilly übernimmt die weltweiten Rechte für Weiterentwicklung und Vermarktung außerhalb Großchinas.

Analysten reagieren positiv

Die Investmentbank Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel nach den Ankündigungen von 1.200 auf 1.285 Dollar und bestätigte die "Buy"-Empfehlung. JPMorgan setzte das Kursziel bei 1.300 Dollar an. Beide Institute verwiesen auf die gestärkte Pipeline und die soliden Finanzergebnisse des vierten Quartals 2025, in dem Eli Lilly den Umsatz um über 42 Prozent auf 19,29 Milliarden Dollar steigerte.

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