Novo Nordisk Aktie: Konkurrent gibt auf
Die dänische Pharma-Aktie schoss am Montag um über 8% nach oben. Der Grund: Ein gefährlicher Wettbewerber im milliardenschweren US-Markt für Abnehmpräparate zog sich überraschend zurück. Das Telemedizin-Unternehmen Hims & Hers stoppte den Verkauf seiner günstigen Semaglutid-Variante – genau jenes Wirkstoffs, der auch in Novo Nordisks Blockbuster Wegovy steckt.
Noch in der Vorwoche hatte die Aktie deutlich verloren, nachdem das Unternehmen eine vorsichtige Prognose für 2026 abgegeben hatte. Nun entspannt sich die Lage unerwartet schnell.
FDA dreht den Hahn zu
Am Freitag, 6. Februar, kündigte die US-Arzneimittelbehörde FDA an, gegen kompoundierte GLP-1-Medikamente ohne offizielle Zulassung vorzugehen. Die Behörde nannte Bedenken hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit solcher Produkte, die massenhaft als billige Alternativen zu zugelassenen Medikamenten wie Wegovy vermarktet wurden.
Keine 48 Stunden später zog Hims & Hers die Konsequenz: Am Samstag verkündete die Firma das Ende ihres gerade erst gestarteten Semaglutid-Angebots. Die Pille hatte zu einem Bruchteil des Wegovy-Preises verkauft werden sollen – der Markt hatte dies als ernsthafte Bedrohung für Novo Nordisks Preissetzungsmacht gewertet.
Novo schlägt zurück
Am Montag legte der dänische Konzern nach und reichte Klage gegen Hims & Hers ein. Ziel: Ein dauerhaftes Verbot der „nicht zugelassenen, unauthentischen und ungetesteten Nachahmerprodukte", wie Novo Nordisk sie nennt. Bereits am 5. Februar hatte das Unternehmen rechtliche Schritte angekündigt und dem Konkurrenten illegale Massenherstellung vorgeworfen, die Patienten gefährde.
Die Kombination aus behördlicher Intervention und juristischer Offensive beseitigt einen wichtigen Belastungsfaktor für die Aktie.
Druck lässt nach
Die positive Wendung kommt zur rechten Zeit. In der Vorwoche war der Kurs eingebrochen, nachdem das Management für 2026 rückläufige Umsätze und Gewinne in Aussicht gestellt hatte. Als Hauptgrund nannte Novo Nordisk einen „beispiellosen Preisdruck" auf dem US-Markt – mitverursacht durch den Aufstieg von Kompoundier-Apotheken. Mit der FDA-Ankündigung verschwindet nun ein wesentlicher Teil dieses Drucks.
Zusätzliche Unterstützung liefert ein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Seit dem 4. Februar kauft Novo Nordisk eigene Anteile im Volumen von bis zu 15 Milliarden Dänischen Kronen zurück – verteilt über die kommenden zwölf Monate.
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