Tesla Aktie: Semi-Fokus
Tesla schaltet im Februar gleich zwei Themen auf einmal frei: Ein langjähriger Top-Manager geht – und Elon Musk bestätigt endlich den Start der Semi-Serienproduktion in diesem Jahr. Für Anleger ist das eine Mischung aus internen Umbrüchen und einem lange erwarteten Produkt-Update. Doch wie viel Substanz steckt hinter den Signalen?
Abgang im Management – mitten im Verkaufsdruck
Raj Jegannathan, zuletzt Vice President für IT, KI-Infrastruktur, Business-Anwendungen und Informationssicherheit, verlässt Tesla nach 13 Jahren. Den Abschied kündigte er am Montag (9. Februar) auf LinkedIn an. Laut CNBC hatte er zudem die Verantwortung für das Nordamerika-Vertriebsteam übernommen, nachdem der vorherige Sales-Chef Troy Jones entlassen worden war.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Tesla steht laut Bericht unter Druck, die E-Auto-Verkäufe wieder anzukurbeln – bei gleichzeitig angeschlagener Markenwahrnehmung und stärkerer Konkurrenz im EV-Markt. Ein Wechsel auf dieser Ebene kann in so einer Phase Reibung erzeugen, aber auch Raum für Neuaufstellung schaffen.
Tesla Semi: Serienproduktion 2026 bestätigt
Parallel liefert Musk eine klare Ansage: „Tesla Semi starts high volume production this year“, schrieb er auf X. Passend dazu hat Tesla den Semi auf der eigenen Website sichtbar aktualisiert. Das wirkt wie ein Schritt weg vom Pilotbetrieb hin zu breiterer kommerzieller Ausrollung.
Tesla nennt dabei zwei Varianten:
- Standard Range: bis zu 325 Meilen Reichweite, 1,7 kWh pro Meile Verbrauch, 82.000 Pfund zulässiges Gesamtzuggewicht
- Long Range: bis zu 500 Meilen Reichweite, höheres Leergewicht (rund 23.000 Pfund) wegen größerem Akku
- Schnellladen: bis zu 60% Reichweitenaufbau in 30 Minuten mit kompatibler Infrastruktur
Interessant ist auch die Preislinie, die Tesla laut einem von Teslarati zitierten Electrek-Bericht an potenzielle Kunden kommuniziert: 250.000 US-Dollar für die Standard-Version und 290.000 US-Dollar (jeweils vor Steuern und Lieferkosten) für Long Range. Damit liegen die Werte über den Zahlen aus der Semi-Vorstellung von 2017 – ein Detail, das für Flottenkunden bei der Gesamtkalkulation entscheidend sein dürfte.
Partner-Flotten liefern Praxisdaten
Ganz neu ist der Semi nicht mehr: Tesla hat bereits Einheiten an ausgewählte Partner ausgeliefert. Berichten zufolge betreibt PepsiCo mindestens 86 Semis in Kalifornien. DHL wiederum hat bestätigt, dass ein Fahrzeug täglich Strecken von etwa 100 Meilen fährt und ungefähr einmal pro Woche geladen werden muss. Solche Erfahrungswerte sind für die Kommerzialisierung wichtig, weil sie zeigen, ob Einsatzprofile und Ladebedarf im Alltag zusammenpassen.
Zum Kursbild: Die Aktie schloss heute bei 426,78 US-Dollar und liegt damit in den letzten sieben Tagen spürbar im Plus.
Im Analystenlager bleibt der Blick nach vorn zweigeteilt: Benchmark bestätigte am Mittwoch ein Buy mit 475 US-Dollar Kursziel und bezeichnete 2026 als „Investment Year“ mit höherem Tempo bei Ausgaben für Autonomie, KI, Robotik und Energie-Infrastruktur. Morgan Stanley blieb laut Yahoo Finance bei Equal-weight und 415 US-Dollar Kursziel. Unterm Strich: Während Tesla intern umbaut, soll 2026 operativ vor allem eines werden – ein Jahr mit hohen Investitionen, in dem der Semi nun endlich in die Breite gehen soll.
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