RWE spannt in Abu Dhabi gleich mit zwei Schwergewichten zusammen – und setzt damit zwei klare Akzente: mehr Versorgungssicherheit über LNG und mehr Flexibilität im Stromsystem über Batteriespeicher. Doch wie konkret sind diese Absprachen bereits – und was bedeuten sie operativ? Genau darauf kommt es jetzt an.

LNG und Speicher: Was vereinbart wurde

Vergangene Woche, am 6. Februar, tauschte RWE im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Abu Dhabi zwei Memoranda of Understanding aus. Einmal mit ADNOC, einmal mit Masdar. Es geht um Prüfaufträge und mögliche Investitionen – noch nicht um final unterschriebene Liefer- oder Bauverträge.

Bei ADNOC steht LNG im Mittelpunkt. Beide Seiten wollen gemeinsam LNG-Lieferungen nach Deutschland und weitere europäische Märkte prüfen. RWE zielt damit auf mehr Diversifikation im LNG-Portfolio und damit auf höhere Robustheit bei der Beschaffung.

Mit Masdar geht es dagegen um Batteriespeicher (BESS) in Deutschland. Masdar prüft laut RWE-Pressemitteilung Investitionen in bestehende Speicherprojekte mit bis zu 1 Gigawatt Kapazität bis 2030. Zusätzlich bewerten beide Unternehmen die gemeinsame Entwicklung neuer BESS-Projekte mit bis zu 1 Gigawatt bis 2035.

Wichtige Fakten im Überblick:

  • MoUs vom 6. Februar 2026: ADNOC (LNG) und Masdar (Batteriespeicher)
  • Masdar-Potenzial: bis zu 1 GW in bestehenden Projekten (bis 2030)
  • Zusätzliche Pipeline: bis zu 1 GW neue BESS-Projekte (bis 2035)

Weitere Bausteine: Amazon-PPA und Lingen-Speicher

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Die Emirate-Abkommen kommen nicht aus dem Nichts. Schon am 3. Februar meldete RWE ein Power Purchase Agreement (PPA) mit Amazon: 110 Megawatt aus dem Offshore-Windpark Nordseecluster B. Laut RWE reicht die Strommenge rechnerisch für mehr als 139.000 deutsche Haushalte pro Jahr. Solche Abnahmeverträge schaffen Planbarkeit – gerade dann, wenn parallel viel Kapital in neue Projekte fließt.

Auch beim Thema Speicher liefert RWE bereits konkrete Umsetzung: Ende Januar kündigte der Konzern den Bau eines Batteriespeichers mit 400 Megawatt Leistung am Kraftwerksstandort Lingen an. Das passt ins Bild: Speicher werden zum Scharnier zwischen wetterabhängiger Erzeugung und stabiler Versorgung.

Aktie nahe am Hoch – nächster Prüfstein im März

An der Börse bleibt der Trend übergeordnet positiv: Mit 53,18 Euro notiert die Aktie heute nur rund 2,4% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 54,48 Euro. Auf 30 Tage steht ein Plus von 10,88%, seit Jahresbeginn 13,37%.

Der nächste feste Termin, an dem die vielen Projekt- und Partnerschaftsmeldungen in Zahlen gegossen werden, ist der 12. März 2026 (Geschäftszahlen 2025). Die Hauptversammlung folgt am 30. April 2026.

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