Commerzbank Aktie: Überraschung gelungen
Die Commerzbank sendet ein deutliches Signal der Stärke an die Märkte und die Konkurrenz aus Mailand. Mit überraschend früh veröffentlichten Eckdaten übertraf das Geldhaus am Dienstagabend nicht nur die eigenen Gewinnziele, sondern kündigte auch eine massive Erhöhung der Ausschüttungen an. Im anhaltenden Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch die UniCredit liefert der Vorstand damit harte Argumente für die Eigenständigkeit.
Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Nettogewinn: 2,63 Mrd. Euro (Ziel: > 2,5 Mrd. Euro)
* Dividende: Erhöhung um ca. 70 % auf 1,10 Euro je Aktie
* Aktienrückkauf: Bis zu 540 Mio. Euro geplant
* Gesamte Kapitalrückgabe: Rund 2,7 Mrd. Euro
Gewinnziel trotz Belastungen übertroffen
Der Frankfurter DAX-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Nettogewinn von 2,63 Milliarden Euro. Damit liegt das Ergebnis zwar knapp unter dem Rekordwert des Vorjahres, übertrifft jedoch die zuletzt kommunizierte Prognose des Vorstands deutlich.
Bemerkenswert ist dieses Resultat vor dem Hintergrund der laufenden Restrukturierung. Ohne die verbuchten Kosten von 562 Millionen Euro – hauptsächlich für den geplanten Abbau von rund 3.900 Vollzeitstellen bis 2027 – hätte die Bank laut eigenen Angaben ein neues Rekordniveau von 3 Milliarden Euro erreicht. Diese Zahlen demonstrieren die operative Ertragskraft des Instituts, die als zentrales Argument gegen die Avancen der UniCredit dient.
Offensive an der Dividendenfront
Die wohl wichtigste Nachricht für Anleger ist die geplante Kapitalrückgabe. Mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro will die Commerzbank ihre Aktionäre so stark wie nie zuvor am Erfolg beteiligen. Die Dividende soll von 65 Cent auf 1,10 Euro steigen.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als taktisches Manöver. Ein höherer Aktienkurs und zufriedene Bestandsaktionäre machen eine potenzielle Übernahme für die italienische UniCredit teurer und schwieriger. Die Italiener halten derzeit rund 26 Prozent der Anteile, zögern jedoch mit einem offiziellen Angebot. UniCredit-Chef Andrea Orcel hatte mehrfach signalisiert, dass der aktuelle Börsenwert der Commerzbank ein Hindernis darstelle.
Verhaltene Kursreaktion
Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Euphorie am Markt zunächst begrenzt. Die Aktie konnte ihre anfänglichen nachbörslichen Gewinne nicht vollständig verteidigen und notiert aktuell bei 34,37 Euro.
Das Chartbild zeigt weiterhin eine Konsolidierung: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 5,58 Prozent und liegt damit spürbar unter dem 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro. Anleger scheinen abzuwarten, ob die Strategie der "Stand-alone"-Lösung langfristig mehr Wert schafft als eine mögliche Fusion. Zudem belastet die politische Hängepartie, da der Bund seine verbliebenen 12 Prozent der Anteile weiterhin nicht veräußern will.
Heute, am Mittwoch, wird der Konzern die detaillierten Jahreszahlen vorlegen, die weitere Einblicke in die operative Entwicklung geben dürften.
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