Der Essener Energiekonzern drückt beim internationalen Ausbau erneuerbarer Energien massiv aufs Tempo. Während RWE in Italien und Großbritannien neue Großprojekte vorantreibt, braut sich im Heimatmarkt politischer Gegenwind zusammen. Anleger honorieren den Expansionskurs dennoch und treiben das Papier in Richtung Jahreshoch.

In Italien hat der Versorger seine Kapazitäten im Bau auf 235 Megawatt mehr als verdoppelt. Nach dem Start von Wind- und Solarprojekten im Jahr 2025 kamen am heutigen Donnerstag weitere 123 Megawatt hinzu. Dazu gehören der Onshore-Windpark „Alas“ auf Sardinien sowie diverse Solar- und Agri-PV-Anlagen im Süden des Landes. Ziel ist die Versorgung von bald 190.000 italienischen Haushalten.

Milliardenprojekt in Großbritannien

Auch im britischen Markt schafft der Konzern Fakten. Für das Offshore-Projekt „Vanguard West“ vor der Küste von Norfolk unterzeichnete RWE einen Liefervertrag über 92 Turbinen mit Vestas. Mit einer Gesamtkapazität von 1,38 Gigawatt ist das Projekt ein zentraler Baustein der britischen Offshore-Strategie. Die Investitionsentscheidung soll im Sommer fallen, die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant.

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Dieser Schritt folgt auf eine erfolgreiche Auktionsrunde im Januar, bei der sich das Unternehmen Verträge für fast sieben Gigawatt an Offshore-Windkapazität sichern konnte. RWE festigt damit seine Position als einer der führenden Entwickler auf dem britischen Markt.

Politisches Störfeuer in Berlin

Weniger harmonisch verläuft die Debatte in Deutschland. Einem Bericht zufolge drängt RWE in einem Positionspapier auf Ausschreibungsbedingungen, die Gaskraftwerke gegenüber Batteriespeichern bevorzugen könnten. Dies kollidiert mit der jüngsten Warnung des Bundeskartellamts vor einer zu großen Marktmacht der großen Versorger. Behördenchef Andreas Mundt brachte eine Begrenzung der Zuschläge ins Spiel – ein Szenario, das die heimischen Wachstumspläne des Konzerns im Gassektor empfindlich treffen würde.

Kurs in Tuchfühlung zum Rekord

Den Börsenkurs belastet die politische Diskussion derzeit kaum. Die Aktie notiert aktuell bei 53,82 Euro und damit in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 54,50 Euro. Die Performance seit Jahresanfang beläuft sich auf ein Plus von fast 15 Prozent. Unterstützt wird die Bewertung durch das laufende Aktienrückkaufprogramm, über das RWE allein in der vergangenen Woche rund 400.000 eigene Anteile vom Markt nahm.

Ob die regulatorischen Risiken in Deutschland die operative Stärke bremsen können, wird sich in Kürze zeigen. Konkrete Antworten und einen detaillierten Ausblick erwarten Marktteilnehmer am 12. März 2026, wenn der Konzern seinen Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr vorlegt.

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