Der Essener Energiekonzern RWE untermauert seinen starken Jahresauftakt mit Fakten. Während CEO Markus Krebber die Politik für neue Gaskraftwerke in die Pflicht nimmt, schafft das Unternehmen durch massive Aktienrückkäufe Fakten. Ist dieser Mix aus politischer Forderung und konsequenter Kapitalpflege der Treibstoff für eine fortgesetzte Rallye?

  • Rückkauf: Weitere 274.639 Aktien vom Markt genommen
  • Strategie: CEO fordert Ausschreibung von Gaskraftwerken noch in Q1
  • Trend: Aktie notiert rund 60 % über Vorjahresniveau

Fakten statt Worte: Millionenschwere Rückkäufe

RWE nutzt die aktuelle Bewertung konsequent. Wie eine Pflichtmitteilung vom heutigen Dienstag belegt, erwarb der Konzern zwischen den Jahren weitere 274.639 eigene Anteile. Mit einem Volumen von rund 12,4 Millionen Euro sendet das Management ein klares Vertrauenssignal an den Markt.

Der Durchschnittskurs dieser jüngsten Tranche lag bei 45,16 Euro. Insgesamt summieren sich die Rückkäufe seit Anfang Dezember auf über 1,7 Millionen Stück. Marktbeobachter werten dies positiv: Das Management investiert dort, wo es den größten Wert sieht – im eigenen Unternehmen. Diese stetige Nachfrage fungiert als stabilisierender Faktor für die Notierung.

Krebber erhöht den Druck

Flankiert werden die Käufe durch deutliche strategische Aussagen von Konzernchef Markus Krebber. In einem aktuellen Interview mahnte er Eile beim Kohleausstieg 2030 an und forderte Planungssicherheit für neue Gaskraftwerke. Seine klare Botschaft an Berlin: Rund 3 Gigawatt Kapazität müssen noch im ersten Quartal 2026 ausgeschrieben werden.

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Krebbers Warnung, das Energiesystem sei aktuell "auf Kante genäht", unterstreicht die systemrelevante Position des Versorgers. Gleichzeitig stellte der CEO sinkende Strom- und Gaspreise für Endkunden in Aussicht, was den politischen Druck auf eine schnelle Lösung der Kraftwerksfrage erhöhen dürfte.

Chartbild bleibt konstruktiv

An der Börse kommt die Kombination aus operativem Geschäft und strategischer Positionierung an. Mit einem Plus von 6,43 % auf Wochensicht bestätigt die Aktie ihren übergeordneten Aufwärtstrend. Zwar gönnt sich der Titel heute bei aktuell 48,17 Euro eine minimale Verschnaufpause (-0,39 %), notiert damit aber weiterhin komfortabel über dem 50-Tage-Durchschnitt von 44,68 Euro.

Beeindruckend ist die langfristige Entwicklung: Seit Jahresanfang liegt RWE bereits über 2,5 % im Plus, auf Zwölf-Monats-Sicht haben sich die Papiere mit einem Zuwachs von rund 59 % deutlich verteuert.

Der Fokus richtet sich nun auf die politische Bühne. Sollte die von Krebber geforderte Kraftwerksstrategie im laufenden ersten Quartal konkretisiert werden, könnte dies als weiterer Katalysator wirken. Bis dahin bietet das fortlaufende Aktienrückkaufprogramm eine fundamentale Unterstützung im Chart.

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