RWE Aktie: Krebber bremst bei SMR-Euphorie
Der Essener Energieriese dämpft die politischen Hoffnungen auf Mini-Atomkraftwerke massiv. Während die CSU-Landesgruppe im Bundestag noch im Januar für eine Einführung von Small Modular Reactors (SMR) in Deutschland warb, macht RWE-Chef Markus Krebber nun deutlich: Für sein Unternehmen kommt diese Technologie vorerst nicht infrage.
Die Begründung ist nüchtern kalkuliert. "Stand jetzt ist eine Investition für ein privatwirtschaftliches Unternehmen in SMRs nicht darstellbar", erklärte Krebber gegenüber dem Newsletter Energie & Klima. Das Kernproblem: Weltweit gibt es keinen einzigen Zulieferer, der eine Bauzeit zusagen und zu fest vereinbarten Kosten anbieten würde. "So ein Investitionsrisiko sind wir als privates Unternehmen nicht bereit zu übernehmen."
Keine Wunderlösung über Nacht
RWE beobachtet zwar als "technologieoffenes Unternehmen" alle Entwicklungen, auch im SMR-Bereich. Doch Krebber stellt klar: "Ob und wann diese Technologie kommerziell ausgereift sein wird, kann heute noch niemand sagen." Seine Botschaft an die Politik: "SMRs sind definitiv nicht die Lösung, die über Nacht alle Probleme löst."
Die kleinen modularen Reaktoren mit einer Leistung von maximal 300 Megawatt galten als Hoffnungsträger für die Klimaneutralität. Die EU-Kommission will noch in diesem Jahr eine europaweite Strategie vorlegen. Doch die Bundesbehörde für nukleare Entsorgung warnt bereits vor "neuartigen hochradioaktiven Abfällen, für die es heute keine Entsorgungslösung gibt".
Während RWE zurückhaltend bleibt, zeigt sich Wettbewerber Uniper offener. Der Konzern beteiligt sich in Schweden am Aufbau einer Forschungseinrichtung für SMR-Technologie auf dem Gelände des Kernkraftwerks Oskarshamn.
Zölle belasten Projektaufbau
Gleichzeitig warnt Krebber vor den Auswirkungen der US-Handelspolitik auf die Investitionsphase neuer Projekte. "Zölle in den USA betreffen uns während der Investitionsphase von neuen Projekten", so der RWE-Chef. Nach Fertigstellung der Anlagen spielten Zölle keine Rolle mehr, da Strom lokal erzeugt und genutzt werde.
Der DAX-Konzern hatte vor knapp einem Jahr ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt, nachdem US-Präsident Donald Trump den Ausbau von Wind- und Solaranlagen gestoppt hatte. Die Folge: Das Management stellt seitdem deutlich strengere Ansprüche an neue Investitionen.
Am 12. März legt RWE seine Zahlen für 2025 vor. Dann wird das Unternehmen auch seinen Ausblick für 2026 präsentieren und die mehrjährige Planung aktualisieren. Die Aktie notierte im XETRA-Handel bei 54,56 Euro.
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