RWE Aktie: Fusions-Partnerschaft
RWE setzt in diesen Tagen gleich mehrere strategische Markierungen: ein Schulterschluss für ein europäisches Fusionskraftwerk, der sichtbare Rückbau alter Kohleinfrastruktur und parallel der Ausbau der Erneuerbaren. Doch wie greifbar ist das Fusionsprojekt schon – und was bedeutet es kurzfristig für den Konzern? Ein Blick auf die konkreten Vorhaben und den nächsten wichtigen Termin.
Fusion: Fahrplan mit Proxima
RWE hat am 26. Februar eine Absichtserklärung (MoU) mit Proxima Fusion, dem Freistaat Bayern und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) unterzeichnet. Ziel ist es, das weltweit erste kommerzielle Stellarator-Fusionskraftwerk in Europa ans Netz zu bringen.
Kern des Fahrplans ist zunächst der Demonstrationsstellarator „Alpha“ nahe des IPP-Campus in Garching. Er soll in den 2030er Jahren in Betrieb gehen und als erster Stellarator Nettoenergie liefern – also mehr Energie erzeugen, als das Plasma verbraucht. Ein zweiter Standort ist bereits mitgedacht: „Stellaris“ soll auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Gundremmingen entstehen. Hier ist RWE nach eigenen Angaben federführend, erste Vorbereitungen laufen.
Ein wichtiger Kontextpunkt: Allein „Alpha“ wird mit rund 2 Milliarden Euro beziffert. Proxima plant, etwa 20% der Projektkosten über private Investitionen zu finanzieren; Bayern stellt eine mögliche staatliche Beteiligung von 20% in Aussicht. RWE signalisierte im Rahmen des MoU außerdem die Bereitschaft, sich finanziell zu beteiligen. Zudem soll ein Industriekonsortium („Alpha Alliance“) mit mehr als 30 Unternehmen helfen, ein breites Ökosystem aufzubauen und die Chancen auf Bundesförderung zu erhöhen.
Rückbau Kohle, Ausbau Erneuerbare
Parallel zum Fusions-MoU setzte RWE am 26. Februar in Grevenbroich einen symbolträchtigen Schritt: Ein 117 Meter hoher Kühlturm des früheren Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf (Block Q) wurde gesprengt. Die Anlage ist seit 2021 vollständig stillgelegt.
Entscheidend ist, was danach kommt. Das rund 70 Hektar große Areal soll zu einem Digital- und Innovationsstandort umgebaut werden. Für das „Nordgelände“ ist eine baureife Übergabe Mitte 2028 geplant – inklusive eines Rechenzentrums von IT.NRW (über 20.000 Quadratmeter) und eines Innovationscampus für IT-Sicherheit der öffentlichen Verwaltung.
Auch operativ treibt RWE die Pipeline außerhalb Deutschlands voran: In Italien wurde die im Bau befindliche Wind- und Solarkapazität laut Mitteilung vom 26. Februar auf 235 Megawatt mehr als verdoppelt (2025: 112 MW, 2026 zusätzlich: 123 MW). In Großbritannien meldete der Konzern Fortschritte im Offshore-Geschäft: Im Januar 2026 erhielt RWE im Rahmen der Allocation Round 7 Contracts for Difference (CfDs) für insgesamt 6,9 GW Offshore-Windkapazität.
Aktienrückkauf und Kurs: nahe am Jahreshoch
Flankiert wird das Paket durch Kapitalmarktmaßnahmen. RWE setzt das Aktienrückkaufprogramm (bis zu 1,5 Mrd. Euro) fort: In der laufenden dritten Tranche (500 Mio. Euro, spätestens bis Juni 2026) wurden laut Zwischenbericht vom 16. bis 20. Februar 405.334 Aktien zurückgekauft.
Am Freitag schloss die Aktie bei 54,22 Euro und notiert damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 54,50 Euro (Abstand: -0,51%). Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15,73% zu Buche, auf 12-Monats-Sicht sind es 80,31% – der Kurs liegt damit deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 30,07 Euro.
Zum Gesamtbild passt auch der Blick auf die Trendlinien: Der Kurs liegt über dem 50-Tage-Durchschnitt (50,86 Euro) und deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt (41,82 Euro). Das unterstreicht die positive mittelfristige Richtung, ohne dass der Titel bereits „heißgelaufen“ wirkt: Der RSI (14 Tage) liegt bei 59,8.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 12. März: Dann legt RWE vor Börseneröffnung die Jahreszahlen 2025 vor – und liefert damit voraussichtlich die nächste Einordnung, wie sich das strategische Tempo (Fusion, Rückbau, Ausbauprojekte) in der operativen Entwicklung und der Projekt-Pipeline widerspiegelt.
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