Rolls-Royce Aktie: Streit um Wartungskosten
Rolls-Royce sieht sich auf der Singapore Airshow mit harter Kritik konfrontiert. Fluggesellschaften und Branchenvertreter werfen dem Triebwerksbauer vor, die Wartungspreise trotz technischer Herausforderungen unverhältnismäßig in die Höhe zu treiben. Während Kunden von Gewinnmaximierung sprechen, verteidigt das Management die Strategie mit anhaltenden Problemen in den globalen Lieferketten.
Defensive Haltung gegenüber Airlines
Der Konflikt entzündete sich an Aussagen von Willie Walsh, dem Leiter der International Air Transport Association (IATA). Er kritisierte, dass Triebwerkshersteller Reparaturpreise pauschal anheben würden, obwohl die Langlebigkeit moderner Aggregate teils zu wünschen übrig lasse und Wartungsintervalle oft länger dauerten als geplant.
Rob Watson, Leiter der zivilen Luftfahrtsparte bei Rolls-Royce, wies diese Vorwürfe am 3. Februar zurück. Die Preisgestaltung sei keine Willkür, sondern spiegele die massiv gestiegenen Kosten wider, die durch die Nachwehen der Pandemie und geopolitische Instabilitäten entstanden sind. Watson betonte, dass die Branche weiterhin mit erheblichen Störungen in der Lieferkette zu kämpfen habe.
Technische Verbesserungen als Argument
Um die Wogen zu glätten, verweist Rolls-Royce auf konkrete Fortschritte bei der Produktqualität. Beim Triebwerk für den Airbus A350-1000 konnte die Zeitspanne zwischen den Überholungen ("time on wing") laut Unternehmensangaben bereits um 60 Prozent gesteigert werden. Weitere Optimierungen sind ab 2028 geplant.
Besonders im Fokus stehen geplante Härtetests im Jahr 2027 unter den extremen Bedingungen des Nahen Ostens. Dies ist ein strategisch entscheidender Schritt: Emirates, der weltweit wichtigste Kunde für Großraumjets, hat mögliche Bestellungen weiterer A350-Maschinen direkt an eine verbesserte Langlebigkeit der Triebwerke geknüpft. Auch die Partnerschaft mit Airbus wurde bekräftigt, wobei Rolls-Royce Unterstützung für potenzielle neue Varianten wie den A350-2000 signalisierte.
Zahlen im Fokus
Die aktuelle Debatte trifft auf eine Aktie, die an der Börse einen beeindruckenden Lauf hinter sich hat. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 96 Prozent zu Buche, aktuell notiert das Papier bei 14,18 Euro nahe dem 50-Tage-Durchschnitt.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den 26. Februar 2026. Dann wird Rolls-Royce die vollständigen Jahresergebnisse für 2025 vorlegen. Das Unternehmen hatte zuletzt einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von bis zu 3,1 Milliarden Pfund in Aussicht gestellt. Ob diese Ziele erreicht wurden und wie das Management den Spagat zwischen Preissetzungsmacht und Kundenzufriedenheit weiter gestaltet, wird die Kursrichtung der kommenden Wochen bestimmen.
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