Rolls-Royce setzt im zivilen Flugzeuggeschäft den nächsten Haken. Mit China Airlines hat der britische Konzern einen weiteren Großkunden für sein Trent-XWB-Triebwerk samt Servicepaket gewonnen. Spannend ist vor allem, was daran hängt: langfristige Wartungserlöse – und ein Signal, dass Airlines ihre Langstreckenflotten weiter ausbauen.

Was der Vertrag umfasst – und warum er wichtig ist

China Airlines hat mit Rolls-Royce ein umfassendes TotalCare-Serviceabkommen für 36 Trent-XWB-Triebwerke geschlossen. Darunter fallen:

  • 30 Trent XWB-97 für 15 Airbus A350-1000
  • 6 Trent XWB-84 für 3 Airbus A350-900
  • Dadurch wächst die Zahl der A350 von China Airlines mit Rolls-Royce-Antrieb laut Mitteilung auf 33 Flugzeuge

Der Kern von TotalCare: Rolls-Royce übernimmt über Jahre hinweg Wartung und Service – und damit auch Teile des Kosten- und Ausfallrisikos. Für die Airline bedeutet das mehr Planungssicherheit im Betrieb. Für Rolls-Royce sind es typischerweise langfristige, wiederkehrende Serviceumsätze, also das lukrative „Aftermarket“-Geschäft rund um die Triebwerke.

Rückenwind durch Reiseboom – und Fokus auf Haltbarkeit

Der Abschluss kommt nicht isoliert. Schon Ende Januar meldete Rolls-Royce einen großen Auftrag von Delta Air Lines: 30 Trent XWB-84 EP plus 32 Trent 7000. In Summe zeichnen die Deals ein klares Bild: Die Erholung und das Wachstum im internationalen Flugverkehr stützen die Nachfrage in der Civil-Aerospace-Sparte.

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Gleichzeitig arbeitet der Konzern an einem Thema, das für Airlines mindestens so wichtig ist wie der Kaufpreis: Haltbarkeit und längere Einsatzzeiten zwischen Wartungen. Rolls-Royce betont, dass beim Trent XWB-97 bereits zwei von drei geplanten Verbesserungen umgesetzt seien – mit spürbar mehr „Time on Wing“, also längeren Laufzeiten im Einsatz.

Strategie: Airbus stark – Boeing soll folgen

Neben Airbus-Aufträgen will Rolls-Royce laut Mitteilung auch bei Boeing mehr Geschäft gewinnen – unter anderem mit einem aufgerüsteten Trent-1000-Triebwerk. Außerdem prüft das Unternehmen eine mögliche Rückkehr in den Markt für Schmalrumpfflugzeuge, allerdings über potenzielle Partnerschaften. Das wäre strategisch relevant, weil dort besonders viele Jets verkauft werden.

Ein kurzer Blick auf die Börse: Der Titel notiert heute bei 13,94 Euro und liegt damit leicht unter dem 50-Tage-Durchschnitt – nach der sehr starken Entwicklung auf Jahressicht bleibt das Papier zuletzt eher in einer Verschnaufpause.

Zum nächsten Gradmesser wird der Geschäftsbericht für das Gesamtjahr, der am 26. Februar 2026 erwartet wird. Dann dürfte sich zeigen, wie stark sich der Schwung aus dem Servicegeschäft und dem zivilen Auftragseingang auch in den Zahlen niederschlägt.

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