Amazon Aktie: Investitionsschock
Der E-Commerce-Gigant Amazon versetzt die Börse in Aufruhr. Nach Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal 2025 sackte die Aktie am Freitag um über 6 Prozent ab – zeitweise waren es sogar mehr. Der Grund: ein Investitionsplan, der selbst abgehärtete Tech-Anleger nervös macht.
200 Milliarden Dollar für KI
Amazon will 2026 satte 200 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur stecken. Das entspricht einer Steigerung um 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit katapultiert sich der Konzern an die Spitze des KI-Wettrüstens – zusammen mit Microsoft, Alphabet und Meta summieren sich die geplanten Ausgaben auf geschätzte 600 Milliarden Dollar.
Doch genau diese Dimensionen bereiten Investoren Kopfschmerzen. Denn niemand kann verlässlich sagen, wann und ob sich diese Milliarden jemals amortisieren. Die Frage nach der Profitabilität solcher Mega-Investments schwebt wie ein Damoklesschwert über der gesamten Tech-Branche.
Zahlen eigentlich solide
Dabei hätten die Quartalszahlen durchaus Grund zur Freude geboten. Amazon übertraf mit einem Umsatz von über 213 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen – bereits das vierte Quartal in Folge. Die Cloud-Sparte AWS legte um beachtliche 24 Prozent zu und steuerte über 35 Milliarden Dollar zum Quartalsumsatz bei.
Beim Gewinn pro Aktie verfehlte der Konzern die Erwartungen allerdings knapp. Vor allem das internationale Geschäft enttäuschte mit schwacher Marge, während Nordamerika solide Profitabilität zeigte. Der freie Cashflow brach drastisch von 38 Milliarden auf 11 Milliarden Dollar ein – ein deutliches Zeichen für den hohen Kapitalbedarf.
Markt reagiert allergisch
Die Börse zeigte sich unbeeindruckt von den Wachstumszahlen. Stattdessen dominierte die Sorge vor ausufernden Kosten ohne erkennbaren Return on Investment. Die Amazon-Aktie rutschte unter ihren 200-Tage-Durchschnitt – ein technisch kritisches Signal.
Für das erste Quartal 2026 stellte Amazon Umsätze im Rahmen der Erwartungen in Aussicht. Keine Überraschung, kein Wow-Effekt. Entscheidend wird nun, ob das Management beweisen kann, dass die Cloud-Stärke und die KI-Milliarden tatsächlich in nachhaltige Gewinne münden. Solange diese Zweifel bestehen, dürften die Bären das Ruder in der Hand behalten.
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