Die britische Regierung könnte ihre Verteidigungsausgaben schneller erhöhen als geplant – und Rolls-Royce profitiert direkt. Premierminister Keir Starmer deutete auf der Münchner Sicherheitskonferenz an, das Ziel von 3% des BIP für Verteidigung könnte bereits bis 2029 erreicht werden, statt wie ursprünglich vorgesehen erst in der nächsten Legislaturperiode. Für den Luft- und Raumfahrtkonzern bedeutet das Milliarden-Aufträge.

Verteidigungssparte im Fokus

Rolls-Royce ist weit mehr als ein Hersteller ziviler Triebwerke. Die Verteidigungssparte liefert militärische Flugzeugtriebwerke, Schiffsantriebe und Nukleartechnologie für U-Boote. Mit der angekündigten Beschleunigung der Verteidigungsausgaben rückt dieser Geschäftsbereich stärker in den Vordergrund.

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Die Aktie legte gestern um rund 1,5% zu. Andere Rüstungswerte wie Babcock International und Melrose Industries verzeichneten mit jeweils 3,8% deutlichere Gewinne, doch auch Rolls-Royce gehört zu den Profiteuren der neuen Ausgabenpläne.

Spannungen im Zivilgeschäft

Während die Verteidigungssparte Rückenwind erhält, sorgt das zivile Triebwerksgeschäft für Diskussionen. Anfang Februar verteidigte Rob Watson, Präsident der Zivilluftfahrt-Sparte, Preiserhöhungen auf der Singapore Airshow. Airlines hatten Triebwerkshersteller kritisiert, von Lieferkettenproblemen zu profitieren. Watson verwies auf Störungen in den Lieferketten und geopolitische Instabilität als Ursachen für die gestiegenen Preise.

Hinzu kommt ein Disput mit United Airlines. Die US-Fluggesellschaft hat eine Auseinandersetzung mit Rolls-Royce offengelegt, die ihre seit Jahren verzögerte Airbus-A350-Bestellung weiter verkompliziert. Rolls-Royce bezeichnete United als „geschätzten Kunden" und zeigte sich zuversichtlich, die „historische Angelegenheit" zu klären.

Zahlen am 26. Februar

Am 26. Februar folgen die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025. Rolls-Royce peilt einen operativen Gewinn von 3,1 bis 3,2 Milliarden Pfund und einen freien Cashflow von 3,0 bis 3,1 Milliarden Pfund an. Die Kombination aus potenziell höheren Rüstungsausgaben und den anstehenden Ergebnissen dürfte zeigen, wie gut der Konzern seine Doppelstrategie aus Zivil- und Verteidigungsgeschäft umsetzt.

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