Rio Tinto Aktie: Projekt gestoppt
Das Simandou-Projekt in Guinea gilt als einer der wichtigsten zukünftigen Wachstumstreiber für den Rohstoffriesen, doch es steht unter einem schlechten Stern. Nach einem erneuten tödlichen Unfall am vergangenen Samstag hat der Konzern die Reißleine gezogen und den Betrieb vorerst eingestellt. Während CEO Simon Trott zur Krisenbewältigung persönlich anreist, rücken die Sicherheitsstandards des riesigen Eisenerzvorhabens wieder kritisch in den Fokus.
Betrieb ruht nach Zwischenfall
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 15. Februar 2026, in der SimFer-Mine, einem Teilbereich des gigantischen Simandou-Komplexes. Ein Vertragsarbeiter kam dabei ums Leben. Rio Tinto reagierte umgehend mit einem Stopp der Arbeiten an der betroffenen Stätte. Genaue Details zum Unfallhergang nannte das Unternehmen bislang nicht.
Konzernchef Simon Trott kündigte an, noch in dieser Woche nach Guinea zu reisen. In einer ersten Stellungnahme betonte er den Willen zur Aufklärung und zur Verbesserung der Arbeitssicherheit, um derartige Tragödien künftig zu verhindern.
Sicherheitsbilanz alarmiert
Der aktuelle Todesfall ist kein Einzelfall, sondern setzt eine bedenkliche Serie fort. Seit Beginn der Bauarbeiten an den Minen, dem Hafen und der 670 Kilometer langen Eisenbahnverbindung sind laut Reuters-Informationen mindestens 18 Arbeiter ums Leben gekommen.
Interne Dokumente belegten bereits im vergangenen Jahr, dass zwischen November 2023 und Ende 2024 mindestens 13 lokale Arbeitskräfte verstarben. Im Oktober meldete zudem das Partnerkonsortium Winning Consortium Simandou den Tod von drei ausländischen Arbeitern. Diese Häufung von Unfällen wirft Fragen zur Sicherheitskultur bei dem komplexen Infrastrukturprojekt auf, das zu etwa 75 Prozent unter chinesischem Einfluss steht. Rio Tinto hält im südlichen Teil der Lagerstätte direkte Anteile in einer Partnerschaft mit Chinalco und der Regierung Guineas.
Konzern in unruhigem Fahrwasser
Die operative Unterbrechung trifft Rio Tinto in einer ohnehin bewegten Phase. Erst Anfang des Monats scheiterten Gespräche über eine potenzielle Mega-Fusion mit Glencore, die einen 260 Milliarden Dollar schweren Bergbaugiganten geschaffen hätte. Das Management sah keinen ausreichenden Mehrwert für die Aktionäre.
Zudem steht ein Wechsel in der Führungsebene an: Isabelle Deschamps, zuständig für Recht und Corporate Affairs, wird das Unternehmen im laufe des Jahres verlassen, bleibt aber bis Mitte 2026 an Bord, um eine geordnete Übergabe zu gewährleisten.
Für den weiteren Verlauf des Simandou-Projekts wird entscheidend sein, wie schnell und nachhaltig Rio Tinto die Sicherheitsbedenken ausräumen kann. Die Wiederaufnahme des Betriebs hängt maßgeblich von den Ergebnissen des CEO-Besuchs in dieser Woche und den daraus resultierenden Maßnahmen ab.
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