Tesla bringt seinen Grok-KI-Assistenten nach Europa – und trifft damit ausgerechnet auf ein Umfeld, in dem Regulierung und Rechtsfragen besonders genau hinsehen. Parallel belasten neue Ermittlungen rund um die Gigafactory in Grünheide sowie eine Datenschutz-Untersuchung in Irland das Nachrichtenbild. Kann der Software-Ausbau trotzdem zum Pluspunkt werden?

  • Grok-Rollout in neun europäischen Ländern per Update 2026.2.6
  • Ermittlungen in Deutschland nach Anzeige wegen mutmaßlich unerlaubter Aufzeichnung eines Betriebsratstreffens
  • Irische Datenschutzbehörde untersucht X wegen Grok-Datenverarbeitung (Fokus: nicht einvernehmliche Deepfakes)
  • Zuletzt gemeldetes Q4: EPS 0,50 USD (Erwartung 0,45), Umsatz -3,1% auf 24,90 Mrd. USD

Grok kommt ins Auto – mit Einschränkungen

Seit heute startet Tesla die Auslieferung des Grok-Assistenten in neun europäischen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Die Funktion kommt per Software-Update 2026.2.6 und soll laut Branchenberichten vor allem bei Navigationsaufgaben helfen: komplexere Sprachbefehle, mehr „natürliche Sprache“, weniger Menü-Klicks.

Allerdings ist der Start technisch und vertraglich begrenzt. Grok läuft demnach nur in Fahrzeugen mit AMD-Ryzen-Prozessoren und setzt eine aktive Premium-Connectivity voraus. Tesla stärkt damit die Software-Seite des Angebots und nutzt Technologie aus Elon Musks xAI-Umfeld – doch genau diese Nähe rückt das Thema Datenverarbeitung automatisch stärker ins Licht.

Datenschutz und Ermittlungen erhöhen den Druck

In Irland hat die Data Protection Commission (DPC) gestern eine formelle Untersuchung gegen X eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen Grok-bezogene Datenverarbeitungspraktiken, konkret die Erzeugung nicht einvernehmlicher Deepfake-Bilder. Die Untersuchung richtet sich zwar direkt gegen die Plattform, doch die Integration von Grok in Fahrzeuge sorgt dafür, dass die Technologie insgesamt stärker im Fokus steht.

Gleichzeitig gibt es in Deutschland neuen juristischen Ärger: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bestätigte gestern Ermittlungen nach einer Strafanzeige, die Tesla selbst gestellt hat. Hintergrund ist der Vorwurf, ein Treffen des Betriebsrats im Werk Grünheide sei ohne Erlaubnis aufgezeichnet worden. Das verschärft die Spannungen zwischen Tesla und der Gewerkschaft IG Metall zusätzlich.

Börsenlage: Zurück aus dem Feiertag, Blick auf Zahlen

Der US-Handel nimmt heute nach dem Presidents’ Day wieder Fahrt auf. In der letzten Sitzung (Freitag) schloss die Aktie bei 417,44 USD.

Auf Analystenseite dominiert Zurückhaltung: Laut Daten von 41 Häusern lautet der Konsens „Hold“, das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 408,09 USD.

Fundamental bleibt das Bild gemischt. Im vierten Quartal 2025 übertraf Tesla beim Gewinn je Aktie die Erwartungen (0,50 USD statt 0,45 USD), zugleich sank der Umsatz um 3,1% auf 24,90 Mrd. USD – ein Hinweis auf anhaltende Nachfrage-Themen im umkämpften E-Auto-Markt.

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