Rolls-Royce nutzt die Energiefachmesse E-world in Essen, um die Power-Systems-Sparte strategisch stärker zu positionieren. Im Mittelpunkt stehen neue, modulare Gasmotor-Kraftwerke, die Deutschlands Energiewende stützen und die Netzstabilität verbessern sollen. Parallel dazu meldeten Pflichtveröffentlichungen Aktienkäufe aus dem Führungskreis.

Modulare Kraftwerke für die Netzstabilität

Auf der Messe (sie läuft noch bis heute) stellte Rolls-Royce schlüsselfertige Kraftwerkslösungen vor, die je nach Bedarf von fünf bis zu mehreren hundert Megawatt skaliert werden können. Die Systeme zielen auf die „Power-Plant-Strategie“ der Bundesregierung ab und sollen Lücken schließen, wenn Wind- und Solarstrom zeitweise knapp sind.

Die Bausteine kommen in Modulen mit 10, 20 und 30 Megawatt Leistung. Ein zentraler Punkt: Tempo. Laut Unternehmen lassen sich die vorkonfigurierten Einheiten nach Bestellung innerhalb von 12 bis 18 Monaten ans Netz bringen. Zudem sind die Anlagen „H2-ready“ und sollen später auf Wasserstoff umgestellt werden können.

Tobias Ostermaier, President of Stationary Power Solutions, betonte, die Kraftwerke seien dafür ausgelegt, Schwankungen bei der Einspeisung aus Wind und Solar auszugleichen. Im Bedarfsfall könnten sie über mehrere Wochen als Backup-Leistung dienen.

Ein Baustein der Diversifizierung

Der Produktstart passt in die breitere Strategie, die Erträge stärker über das klassische Geschäft mit zivilen Flugzeugtriebwerken hinaus zu diversifizieren. Mit dem Fokus auf konkrete Infrastrukturbedarfe der Energiewende – hier besonders in Deutschland – adressiert die Sparte Projekte rund um staatlich gestützte Versorgungssicherheit und entsprechende Investitionsbudgets.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?

Gleichzeitig wird am Markt weiter über Aussagen zur langfristigen Ambition diskutiert, in den Markt für Triebwerke von Schmalrumpfflugzeugen einzusteigen. Das Großraumsegment bleibt zwar das traditionelle Kernfeld, das Schmalrumpf-Segment wurde zuletzt jedoch als bedeutende Wachstumschance für die kommenden Jahrzehnte bezeichnet.

Insiderkäufe: Routine, aber ein Signal

Begleitend zu den operativen Neuigkeiten bestätigten regulatorische Meldungen, dass mehrere Mitglieder des Führungsteams ihre Beteiligung erhöht haben. Gemeldet wurde dies am Dienstag: Non-Executive Directors und Senior Executives – darunter der CFO sowie der President of Civil Aerospace – kauften Aktien über den monatlichen Aktienkaufplan des Unternehmens.

Solche Käufe sind zwar häufig Teil standardisierter Programme. Dennoch werden sie am Markt oft als Hinweis gewertet, dass das Management den eingeschlagenen Kurs mitträgt.

Wichtige Fakten im Überblick
- Produkt: Modulare, „H2-ready“ Gasmotor-Kraftwerke
- Leistung: 10/20/30-MW-Module, skalierbar bis in den Bereich mehrerer hundert MW
- Umsetzung: Netzanbindung laut Unternehmen in 12–18 Monaten nach Bestellung
- Meldung diese Woche: Aktienkäufe durch Directors und Senior Management

Bis zum Messeende heute dürfte Rolls-Royce vor allem mit einem Punkt punkten wollen: schnell verfügbare Leistung als Brücke in Zeiten schwacher Erneuerbaren-Einspeisung – und zugleich eine Power-Systems-Sparte, die sichtbarer zum Wachstum beitragen soll.

Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...