Der britische Triebwerksbauer expandiert gezielt abseits der klassischen Luftfahrt. Mitten in der Debatte um die deutsche Energiewende präsentiert Rolls-Royce eine Lösung für die Versorgungssicherheit bei schwankenden Erneuerbaren. Eröffnet die Sparte Power Systems damit kurz vor den anstehenden Jahreszahlen einen neuen, lukrativen Wachstumsmarkt?

Angriff auf die "Dunkelflaute"

Auf der Fachmesse E-world in Essen enthüllte der Konzern schlüsselfertige Gaskraftwerke, die speziell auf die deutsche Kraftwerksstrategie zugeschnitten sind. Diese modularen Systeme liefern zwischen fünf und mehreren hundert Megawatt Leistung und sollen bereits 12 bis 18 Monate nach Bestellung am Netz sein.

Der strategische Fokus ist klar: Die Anlagen sollen Versorgungslücken schließen, wenn Wind und Sonne nicht genügend Energie liefern. Diese sogenannten "Dunkelflauten" können von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. Rolls-Royce positioniert seine Power-Systems-Sparte hier als stabilisierenden Faktor für das europäische Stromnetz. Technisch sind die Aggregate bereits "H2-ready", können also künftig auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden, was sie zukunftssicher macht.

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Dass dieses Modell funktioniert, belegen die Briten mit Zahlen aus dem Heimatmarkt. Dort unterstützen bereits rund 500 Gasaggregate der Marke mtu das Stromnetz. Weltweit verfügt die Sparte nach eigenen Angaben über eine installierte Basis von mehr als 17 Gigawatt.

Aktienrückkauf und Quartalszahlen

Neben der operativen Expansion treibt das Management die Pflege des Aktienkurses voran. Im Rahmen des laufenden Zwischenprogramms über 200 Millionen Pfund kauft das Unternehmen weiter eigene Anteile zurück. Zuletzt wurden am 10. und 11. Februar Transaktionen zu Durchschnittskursen um 1.250 Pence gemeldet. Dies folgt auf ein bereits im späten Jahr 2025 abgeschlossenes Rückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Pfund.

Für Anleger richtet sich der Blick nun fest auf den 26. Februar 2026. An diesem Datum legt Rolls-Royce die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 vor. Die Erwartungen sind definiert: In einem Handelsupdate vom November bestätigte der Konzern, dass er weiterhin auf Kurs liegt, einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund zu erzielen.

Die Entwicklung der Sparte Power Systems, die neben Energielösungen auch Antriebe für Schiffe und Datenzentren liefert, dürfte bei der Präsentation eine zentrale Rolle spielen. Sollte sich der Vorstoß in den deutschen Energiemarkt als erfolgreich erweisen, könnte dies die Abhängigkeit vom zivilen Luftfahrtgeschäft weiter reduzieren und die Bewertung der Aktie nachhaltig stützen.

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