BYD ordnet die globale Auto-Rangliste neu. Der chinesische Hersteller hat Ford nach Stückzahlen überholt und ist 2025 zur weltweit sechstgrößten Autofirma aufgestiegen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Heimatmarkt: Das internationale Geschäft gewinnt sichtbar an Gewicht.

Wichtige Fakten im Überblick:
- BYD-Auslieferungen 2025: rund 4,6 Mio. Fahrzeuge
- Ford-Auslieferungen 2025: knapp 4,4 Mio. Fahrzeuge (laut Bericht etwa 200.000 weniger)
- Auslandsvolumen BYD 2025: rund 1,05 Mio. Fahrzeuge (etwa ein Viertel der Gesamtmenge)
- Ziel für 2026 außerhalb Chinas: 1,3 Mio. Fahrzeuge (Aussage von Li Yunfei)

Neue Ordnung bei den Volumenriesen

An der Spitze bleibt Toyota mit 11,3 Millionen verkauften Fahrzeugen, dahinter folgen Volkswagen, Hyundai Kia, General Motors und Stellantis. Auffällig ist vor allem die Zäsur dahinter: Mit BYD steht erstmals ein chinesischer Hersteller in den globalen Top 6.

Ford rutschte auf Platz sieben ab. Die weltweiten Verkäufe fielen 2025 um rund 2% auf knapp unter 4,4 Millionen Fahrzeuge. Als Schwachpunkt nannte der Bericht China: Dort kommen heimische Anbieter inzwischen auf etwa 65% des Pkw-Einzelhandelsmarkts.

Internationalisierung: Tempo nimmt zu

In China setzte BYD mehr als 3,1 Millionen Fahrzeuge ab. Gleichzeitig wuchs das Auslandsgeschäft auf rund 1,05 Millionen Einheiten. Für 2026 peilt BYD laut dem zitierten Statement von Marken- und PR-Chef Li Yunfei 1,3 Millionen Verkäufe außerhalb Chinas an.

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Rückenwind könnte aus Kanada kommen. Eine am Vortag veröffentlichte Nanos-Umfrage für Bloomberg News zeigt: 53% der Kanadier sagen, die Info „in China gebaut“ hätte keinen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung bei E-Autos. Dazu passt ein Handelsabkommen, das jährlich bis zu 49.000 chinesische E-Autos zu einem reduzierten Zollsatz von 6,1% zulässt. Das Büro von Premierminister Mark Carney ordnete das als weniger als 3% des kanadischen Neuwagenmarkts ein.

USA bleiben außen vor – Produktion wird globaler

Ganz anders die Lage in den USA: Eine Umfrage von „EVs for All America“ aus dem Januar zeigt, dass 54% der potenziellen Käufer chinesischen Marken eher negativ gegenüberstehen. BYD verkauft dort zudem aktuell keine Pkw, weil auf chinesische Importe ein 100%-Zoll gilt.

Operativ setzt BYD den Fokus konsequent auf elektrifizierte Modelle. Die Produktion klassischer Verbrenner-Pkw stellte der Konzern bereits im März 2022 ein. 2025 überholte BYD Tesla beim Absatz reiner Batterieautos: Rund 2,25 Mio. vollelektrische Fahrzeuge entfielen auf insgesamt 4.602.436 Verkäufe, dazu kamen 2.288.709 Plug-in-Hybride und 57.013 Nutzfahrzeuge.

Parallel baut BYD die Fertigungsbasis außerhalb Chinas aus. Werke sind in Brasilien, Thailand und Ungarn geplant oder im Aufbau – gedacht, um Südamerika, Südostasien und Europa zu bedienen und die Abhängigkeit von Exporten aus China zu senken.

Ford-CEO Jim Farley sprach den Druck in der Präsentation zu den Q4-Zahlen 2025 offen an: Chinas Autoindustrie sei ein Faktor, um den kein globaler Hersteller herumplane. Ford meldete für das Gesamtjahr einen Nettoverlust von 8,2 Mrd. US-Dollar. Cui Dongshu von der China Passenger Car Association nannte BYDs Überholen von Ford eine folgerichtige Entwicklung – getragen von Technologieumsetzung, Lieferkettenkontrolle und Skaleneffekten.

Damit ist die Messlatte für 2026 klar: Ob BYD das Auslandsziel von 1,3 Mio. Fahrzeugen erreicht, wird zum zentralen Gradmesser dafür, wie schnell sich der Konzern als Volumenanbieter außerhalb Chinas dauerhaft etabliert.

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