Die Linde-Aktie eilt derzeit von einem Erfolg zum nächsten und verzeichnete zuletzt die längste Gewinnserie seit über fünf Jahren. Analysten reagieren mit Hochstufungen und loben die widerstandsfähige Auftragslage des Industriegase-Spezialisten. Doch mitten in die gute Stimmung platzt eine Nachricht aus der Führungsetage, die Anleger aufhorchen lässt: Ein Top-Manager hat die hohen Kurse genutzt, um sich von einem signifikanten Aktienpaket zu trennen.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die jüngste Kursentwicklung ist beeindruckend: Seit Jahresanfang liegt der Titel bereits rund 15 Prozent im Plus. Dieser Aufwärtstrend wird durch optimistische Stimmen von der Wall Street untermauert. So hat die Erste Group Bank ihr Rating kürzlich von "Hold" auf "Strong-Buy" angehoben. Auch BMO Capital zeigt sich zuversichtlich und schraubte das Kursziel nach oben, wobei die Einstufung "Outperform" beibehalten wurde.

Als Haupttreiber für diesen Optimismus gelten die starke Preissetzungsmacht des Konzerns und ein gefülltes Auftragsbuch. Experten betonen, dass diese Faktoren ausreichen, um die derzeitige makroökonomische Schwäche in traditionellen Sektoren wie der verarbeitenden Industrie und dem Metallbereich auszugleichen.

Verkauf aus der Chefetage

Während institutionelle Investoren wie die Caprock Group und Exencial Wealth Advisors ihre Positionen zuletzt ausbauten oder neu eröffneten, wählte ein Unternehmensinsider den entgegengesetzten Weg.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Linde?

Guillermo Bichara, Vice President bei Linde, veräußerte Mitte Februar 9.455 Aktien. Die Transaktion spülte rund 4,54 Millionen US-Dollar in die Kasse. Besonders beachtenswert ist das Volumen dieses Verkaufs: Bichara reduzierte seinen direkten Anteil am Unternehmen damit um rund 30 Prozent. Zwar verbleiben noch über 22.000 Aktien in seinem Besitz, doch Marktbeobachter werten solche Verkäufe in Phasen starker Kursgewinne oft als Indiz dafür, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial ausgereizt sein könnte.

Solide Zahlen untermauern den Trend

Fundamental scheint die Rally jedoch auf sicherem Boden zu stehen. Die Zahlen zum vierten Quartal übertrafen die Erwartungen: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 8,76 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie bei 4,20 US-Dollar lag.

Ein wichtiges Polster für die Zukunft ist der Auftragsbestand, der mit 10 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert erreicht hat. Diese Summe umfasst rein industrielle Verpflichtungen und klammert spezielle Investitionen in Raumfahrtprojekte sogar noch aus. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 17,40 und 17,90 US-Dollar in Aussicht.

Zum Wochenausschluss notierte das Papier bei 421,40 Euro. Angesichts der Diskrepanz zwischen den starken fundamentalen Daten und den Insider-Verkäufen müssen Anleger nun abwägen, ob die Bewertung dem Wachstum vorausgeeilt ist oder ob die Prognoseanhebung den Kurs weiter stützen wird.

Linde-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Linde-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Linde-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Linde-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Linde: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...